Umweltqualitätskontrolle in Mangrovenwäldern an der Küste Honduras

Als Ökosystem zwischen Meer und Land sind Mangrovenwälder der Lebensraum vieler Tierarten und haben eine große soziale sowie wirtschaftliche Bedeutung. Ein neues Projekt optimiert das Abfallmanagement und führt erstmals systematische Wasseranalysen im Golf von Fonseca, Honduras, ein.

Mangroven sind Pflanzen, die sich lebensfeindliche Bedingungen an der Grenze zwischen Land und Meer zu eigen gemacht haben. Sie trotzen salzigem Wasser, sengender Sonneneinstrahlung und dem Gezeitenwechsel. Der Begriff „Mangroven“ bezeichnet neben verschiedenen Baumarten auch das ganze Ökosystem, zu dem rund 70 verschiedene Pflanzenarten aus 20 Pflanzenfamilien gehören. Der Pflanzenreichtum reicht von immergrünen Palmen, kleinen Sträuchern und Farnen bis hin zu Bäumen mit einer Höhe von bis zu 30 m. Typische Standorte für Mangroven sind neben Flussmündungen auch Küstenlagunen und Flussdeltas – echte Extremstandorte. Denn dort werden sie zweimal täglich vom Meerwasser geflutet und müssen neben dem wechselnden Salzgehalt auch starke Strömung, Wind und einen schlammigen Untergrund tolerieren. Rund 40 % der Mangrovenwälder wachsen in Asien und 20 % in Lateinamerika und der Karibik. Mangroven bedecken weltweit eine Fläche von rund 137.600 m2. Damit machen Mangroven zwar nur ein Prozent der tropischen Wälder aus. Doch diese Tropenwälder nehmen aus verschiedenen Gründen eine Sonderstellung ein.
Autor(en)
Anna Hömberg
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
Wasser und Abfall 04 /2023 (April 2023)
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