Märkte und Bedeutung der Sekundärbrennstoffnutzung in Europa
Situation der Abfallentsorgung und SBS_Erzeugung bzw. -Nutzung in Europa
Es wäre angesichts des recht unterschiedlichen Verständnisses in Europa, was Datenerfassung und -auswertung angeht, vermessen, von einer sicheren Datenbasis zu sprechen, wieviele nicht gefährliche Abfälle in Europa zu entsorgen sind, und somit als Quelle für Sekundärbrennstoffe zur Verfügung stehen. Da es jedoch nicht auf die Genauigkeit der letzten Million Tonnen ankommt, so seltsam dies klingen mag, kann für Siedlungsabfälle von rund 200 Mio. Tonnen ausgegangen werden.
Inwieweit hierin bereits alle anderen nicht gefährlichen Abfälle aus Gewerbe und Industrie enthalten sind, darf bezweifelt werden, so dass das Gesamtaufkommen höher anzusetzen sein wird. Demgegenüber steht eine derzeitige Kapazität zur Verbrennung von Siedlungsabfällen von rund 45 Millionen Tonnen, die zurzeit langsamer wächst als dem Druck der Entsorgungsprobleme angemessen wäre.
Der Anteil mechanisch-biologischer Behandlungsanlagen nimmt ebenfalls langsam zu, die europäische Gesamtkapazität dürfte dennoch noch unter 5 Millionen Tonnen betragen; im Übrigen ist bei dieser Behandlungstechnik das Ergebnis dann ja teilweise oder insgesamt als Sekundärbrennstoff vorgesehen, ohne dass dies bisher bereits überall abgesichert wäre. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Autor die europäische Gesamtsituation und zeigt sowohl die Perspektiven als auch die Ausbaumöglichkeiten der SBS Erzeugung und Nutzung auf.
Autor(en)
Dr. Ludwig Ramacher
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
16. Kasseler Abfallforum (2004) (April 2004)
Verkaufspreis
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