Akteure, Stoffströme und Märkte - Die Entsorgungssituation ab 2005
Prognosen der Entsorgungsstoffströme und Möglichkeiten der Abwendung von Entsorgungslücken
Mit dem Datum 01.06.2005 verbindet die abfallpolitische Diskussion in Deutschland derzeit die zentrale Frage, ob für die zu diesem Zeitpunkt erforderliche Vorbehandlung von Siedlungsabfällen ausreichende Kapazitäten an Müllverbrennungsanlagen (MVA) und mechanisch-biologischen Behandlungsanlagen (MBA/MBS) zur Verfügung stehen werden. Zunächst werden in diesem Zusammenhang die Akteure im derzeitigen Markt für Siedlungsabfälle und ihre Anteile an Sammlung und Transport sowie an den Vorbehandlungsanlagen näher beleuchtet.
Anschließend werden auf der Basis der zurückliegenden Entwicklungen der Abfallmengen und unter Berücksichtigung der absehbaren Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen Abfallmengenprognosen für die Jahre 2006 und 2012 erstellt und die zu erwartenden Stoffströme an Primär-, Sekundär- und Tertiärabfällen (Ersatzbrennstoffe) abgebildet. Durch den Vergleich mit den zu diesen Prognosezeitpunkten zu erwartenden Vorbehandlungskapazitäten wird der kurzfristige Handlungsbedarf in der Entsorgungswirtschaft transparent.
Abschließend wird auf die Frage eingegangen, welche alternative Entwicklungen des Entsorgungsmarktes zu einer Verschärfung oder auch Entspannung der viel zitierten "Behandlungslücke" beitragen und wie diese aus heutiger Sicht zu bewerten sind. Im Fazit beschäftigt sich dieser Beitrag mit der "Abwendung" der Behandlungslücke auf regionaler Ebene.
Autor(en)
Dr. Jochen Hoffmeister, Holger Alwast
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
16. Kasseler Abfallforum (2004) (April 2004)
Verkaufspreis
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