Aufbereitung von Bioabfällen für die Verwertung in Biomassekraftwerken
Erfahrungen und Ergebnisse der verschiedenen Aufbereitungstechniken im Bioabfallsektor
Die Aufbereitung von Bioabfällen zur energetischen Verwertung in Biomassekraftwerken scheint auf den ersten Blick nicht sinnvoll zu sein, da Bioabfälle aus der braunen Tonne häufig hohe Wassergehalte, teilweise erhöhte Mineralgehalte und daraus folgend vergleichsweise niedrige untere Heizwerte aufweisen. Soweit eine energetische Nutzung des im Bioabfall enthaltenen Energiepotenzials angestrebt wird, scheint eine Vergärung sinnvoller als eine Aufbereitung zum Biomasse-Brennstoff zu sein.
Bei näherer Betrachtung sind diese vergleichsweise ungünstigen Materialeigenschaften jedoch nicht grundsätzlich ein Ausschlusskriterium für eine Brennstoffaufbereitung. Vielmehr zeigt sich, dass die Brennstoffaufbereitung des Bioabfalls sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll sein kann. Rechtliche Rahmenbedingungen wie beispielsweise das Erneuerbare Energien Gesetz und der Handel von Emissionsrechten sind Anreiz zur Aufbereitung von biogenen Materialien. Der Autor befasst sich in seinem Beitrag mit den verfahrenstechnischen Möglichkeiten zur Aufbereitung, Behandlung und Nutzung von Bioabfällen. Außerdem werden Erfahrungen und Ergebnisse aus Testphasen und der Einsatz unterschiedlicher Techniken präsentiert.
Autor(en)
Dr.-Ing. Joachim Dach, Dipl.-Ing., Master of Arts Andreas Warnstedt
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
16. Kasseler Abfallforum (2004) (April 2004)
Verkaufspreis
€ 7,00 oder im Premium-Abonnement enthalten