Methanolsynthese zur CO2-Nutzung aus dem Rauchgas der Müllverbrennung

Die thermische Entsorgung des Abfalls ist heute anerkannter Stand der Technik. Bei der stattfindenden Verbrennung entstehen verschiedene Abgasvolumenströme, so insbesondere Kohlenstoffdioxid. Es wird ein Konzept zur stofflichen Nutzung von Kohlenstoffdioxid, mittels Kohlenstoffrecycling in Methanol aufgezeigt. Das geplante konkrete Projekt am Standort der Restabfallbehandlungsanlage (RABA) des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft Südwestthüringen (ZASt) in Zella-Mehlis wird vorgestellt, der aktuelle Stand dargelegt sowie Chancen und Risiken präsentiert.

Der ZASt betreibt am Standort in Zella-Mehlis die RABA und produziert im Ergebnis der thermischen Behandlung der angelieferten Abfälle unter anderem Sattdampf. Mit diesem Sattdampf wird wärmegeführt in ein vorgelagertes Fernwärmenetz eingespeist sowie mit dem dann verbleibenden Dampf als Frischdampf ein Turbosatz betrieben. Dieser besteht aus Entnahmekondensationsturbine und Generator zur Produktion von Elektroenergie. 2016 wurde ein Vorprojekt zur Bewertung der Potenziale zur Optimierung der Situation der Stromerlöse gestartet. Durch die hohe Volatilität der stark schwankenden Strompreise am Strommarkt wurde es notwendig, alternative Verwertungspfade des Stroms am Standort der RABA zu analysieren.

Autor(en)
Marius Stöckmann
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
34. Abfall- und Ressourcenforum (2023) (April 2023)
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