Perspektiven und Herausforderungen für die Kreislaufwirtschaft in Deutschland aus Sicht der Sekundärrohstoffwirtschaft
Die mittelständische Kreislaufwirtschaft steht vor enormen Herausforderungen. Einerseits soll und muss sie einen wichtigen, unersetzbaren Beitrag für den Klimaschutz und die Rohstoffversorgung leisten, andererseits sieht sie sich immer neuen ordnungspolitischen und bürokratischen Hürden ausgesetzt, während langfristige sichere Perspektiven fehlen.
Kreislaufwirtschaft wird aber nur nachhaltig funktionieren, wenn die Rahmenbedingungen verlässlich sind und so Planungssicherheiten bestehen. Ist dies nicht der Fall, ist insbesondere die mittelständische Branche betroffen, weil sie Fehlinvestitionen oder falsche strategische Weichenstellungen nicht einem Gebührenzahler aufbürden oder in einer Konzernstruktur quersubventionieren kann. Als Beispiel darf hier die Gewerbeabfallverordnung dienen, die aufgrund mangelnden Vollzuges quasi nicht umgesetzt wird. Unternehmen, die mit Vertrauen auf geltendes Recht Millionenbeträge in Sortier- und Aufbereitungstechnik investiert haben, werden für dieses Vertrauen und für ihren unternehmerischen Mut in der Realität bestraft und in ihrer Existenz gefährdet.
Diesen Unternehmen helfen Sonntagsreden über Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz nichts, wenn hochwertige Abfälle, wie Holz, Kunststoffe, Papier und Bioabfälle, in Müllverbrennungsanlagen vernichtet oder im Ausland deponiert werden.
Wenn Deutschland als rohstoffarmes Land wirklich zu einem Land der Kreislaufwirtschaft transformiert werden soll, müssen entlang der Prozessketten alle Kettenglieder darauf ausgerichtet werden. Dies bedeutet eine völlig neue Betrachtungsweise von Produktverantwortung bei der Herstellung und Inverkehrbringung von Waren, von Erfassungsstrukturen, von der Tiefe und Sorgfältigkeit der Aufbereitung und letztendlich von der Art und Weise, wie diese Sekundärrohstoffe wieder am sinnvollsten eingesetzt werden.
Diesen Unternehmen helfen Sonntagsreden über Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz nichts, wenn hochwertige Abfälle, wie Holz, Kunststoffe, Papier und Bioabfälle, in Müllverbrennungsanlagen vernichtet oder im Ausland deponiert werden.
Wenn Deutschland als rohstoffarmes Land wirklich zu einem Land der Kreislaufwirtschaft transformiert werden soll, müssen entlang der Prozessketten alle Kettenglieder darauf ausgerichtet werden. Dies bedeutet eine völlig neue Betrachtungsweise von Produktverantwortung bei der Herstellung und Inverkehrbringung von Waren, von Erfassungsstrukturen, von der Tiefe und Sorgfältigkeit der Aufbereitung und letztendlich von der Art und Weise, wie diese Sekundärrohstoffe wieder am sinnvollsten eingesetzt werden.
Autor(en)
Henry Forster
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
34. Abfall- und Ressourcenforum (2023) (April 2023)
Verkaufspreis
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