Wasserkraftanlagen und Wasserkraftmaschinen: Wasserräder

Für die Auslegung und den Entwurf von Wasserkraftanlagen ist die Auswahl des Wasserkraftanlagentyps und der für den Standort geeigneten Wasserkraftmaschine erforderlich. Auf Grund der Vielfalt möglicher Ausführungsformen werden die verschiedenen Wasserkraftmaschinen und Wasserkraftanlagen hinsichtlich der technischen Konzepte gezeigt und die Wasserkraftanlagen klassifiziert. Dabei werden einerseits die Wasserkraftanlagen und Wasserräder und andererseits die Wasserkraftschnecken, Wassersäulenmaschinen, Wasserturbinen und die kinetischen Energiewandler behandelt.

Die Klassifizierung von Wasserkraftanlagen findet in der Literatur nach unterschiedlichen Kriterien statt. Eine gängige Einteilung von Wasserkraftanlagen erfolgt nach der standörtlichen Betriebsweise in Laufwasserkraftwerke, Speicherkraftwerke, Pumpspeicherkraftwerke, Gezeitenkraftwerke, Wellenkraftwerke und Strömungskraftwerke (Bild 1, z. B. [38], [74]). Eine weitere Möglichkeit der Klassifizierung erfolgt anhand der Nutzfallhöhe und der installierten Leistung. Dabei gibt es in der Praxis zwischen den einzelnen Klassifizierungen fließende Übergänge und uneinheitliche Definitionen. Die Einteilung der Wasserkraftanlagen anhand ihrer installierten Leistung erfolgte schon sehr früh [48], [50], wobei hier die Grenze zur großen Wasserkraft bei einer Leistung von 1 000 PS (735 kW) lag.
Autor(en)
Dipl.-Ing. Christian Seidel, Dr.-Ing. Jens Metzger, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jensen
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 12 / 2022 (Dezember 2022)
Verkaufspreis
€ 10,00