Fremdstoffdetektion während der Sammlung von Bioabfall
Die zuverlässige Erkennung von Fremdstoffen in der Sammlung von Bioabfall ist Voraussetzung für eine Verbesserung der Inputqualität an der Behandlungsanlage. Nach der Novelle der Bioabfallverordnung gibt es erstmals Grenzwerte für den Fremdstoffgehalt von Bioabfall, die der Entsorger sicherstellen muss. Ein elektromagnetisches Verfahren ermöglicht eine Erkennung von Fremdstoffen noch vor der Leerung des Behälters: Das Zurückweisen fehlbefüllter Behälter und eine anschließende Nachsortierung durch den Nutzer oder eine kostenpflichtige Entsorgung als Restmüll führen erfahrungsgemäß am schnellsten zu verbesserter Inputqualität. Damit können Kompostanlagen Erden hoher Qualität erzeugen und gleichzeitig die kostenträchtige Entsorgung der Restmüllmenge minimieren.
Über zwei Drittel des Inhalts der Restmülltonnen gehen dem Stoffkreislauf unnötigerweise verloren und müssten gesondert dem richtigen Stoffstrom zugeführt werden. Den größten Anteil bilden dabei immer noch die organischen Abfälle mit fast 40 % Anteil im Restmüll. Der zweitgrößte Posten sind Wertstoffe, im Wesentlichen Verpackungen. Obwohl Deutschland eine der höchsten Recyclingquoten Europas hat, wird das EU-Recyclingziel von 55 % schon 2025 nach der neuen, output basierten Berechnungsmethode wahrscheinlich nicht erreicht.
Es besteht die dringende Notwendigkeit, die Recyclingquote der Siedlungsabfälle einerseits zu erhöhen und dabei die Stoffreinheit, das heißt die Trennqualität, zu verbessern. Insbesondere bei den Haushaltsabfällen ist die Trennqualität eine Voraussetzung zur stofflichen Wiederverwertung, da die Verschmutzung der unterschiedlichen Fraktionen in der gemischten Sammlung sonst eine wirtschaftliche Wiederverwertung durch hohe Behandlungskosten unmöglich macht.