Green Deal im Wackersdorfer Revier – wie vor 40 Jahren der Kohleausstieg gelang
Die Müllverbrennungsanlage Schwandorf ersetzte ein Braunkohleheizkraftwerk zur industriellen Energieversorgung. Zudem werden Strom und Fernwärme ins öffentliche Netz eingespeist. Dies war Grund genug, im Jubiläumsjahr eine Rückschau auf 40 Jahre Klimaschutz zu werfen und die Effekte zu quantifizieren.
Gegen Ende der 1970er Jahre war der Raum Schwandorf von einem dramatischen Strukturwandel betroffen. Die verbliebenen Braunkohlevorkommen im einst zweitgrößten Revier der Bundesrepublik Deutschland waren nicht mehr wirtschaftlich förderbar. Neben dem Verlust von zahlreichen Arbeitsplätzen im Bergbau stand somit auch keine kostengünstige Brennstoffquelle für die öffentliche Stromversorgung und die ortsansässige energieintensive Wirtschaft mehr zur Verfügung. Dies betraf ebenso das Braunkohlekraftwerk der damaligen Vereinigten Aluminiumwerke AG (VAW), in dem Hochdruckdampf für den Autoklavenaufschluss von Aluminiumoxiden erzeugt wurde. Der fehlende heimische Brennstoff wurde zunächst durch Importkohle ersetzt, was aber bei dem in die Jahre gekommenen Kraftwerk auch technische Probleme bereitete.
Autor(en)
Prof. Dr. Mario Mocker, Dipl.-Ing.(TU) Werner P. Bauer, Thomas Knoll
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2022) (November 2022)
Verkaufspreis
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