Chancen des chemischen Kunststoffrecyclings aus Sicht der Rohstoffwirtschaft – Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Situation
Der „European Green Deal“ stellt Politik und Wirtschaft vor eine ambitionierte Zukunftsagenda, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. So sollen im Bereich der CO2-Emmissionen bis 2030 erhebliche Einsparungspotenziale gehoben und realisiert werden. Aufgrund des vergleichsweise hohen CO2-Ausstoßes ist hier speziell Deutschland gefordert.
Für die Kreislaufwirtschaft und somit auch fürdie Recyclingwirtschaft ergeben sich daraus zusätzliche, anspruchsvolle Aufgabenstellungen.Daran anknüpfend werden derzeit viele Lösungsansätze diskutiert – in der Kreislaufwirtschaft und natürlich auch bei REMONDIS. Zu den aussichtsreichen Ansatzpunktenzählt das chemische Kunststoffrecycling und damit die Verarbeitung vonStoffströmen, die bisher thermisch verwertet werden. Welche Rolle das chemischeKunststoffrecycling bei der Lösung künftiger Herausforderungen spielen kann, aberauch welche Chancen sich hierdurch für Recyclingunternehmen und die Rohstoffwirtschafterschließen, legt Jürgen F. Ephan in diesem Beitrag dar. 1 Einleitung
1.1 Produktion, Nutzung und Verbleib von Kunstoffen weltweit
Kunststoff ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und wird in Zukunft weltweiteine noch bedeutendere Rolle spielen. Umso wichtiger ist der zukünftige verantwortungsvolleUmgang mit Kunststoff.In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die globale Kunststoffproduktion verdoppelt.Im Jahr 2000 lag die Gesamtproduktionsmenge noch bei 180 Mio. Mg; im Jahr 2019waren es bereits rund 360 Mio. Mg. Schaut man zehn Jahre in die Zukunft, sagen realistischePrognosen eine weitere Zunahme auf circa 600 Mio. Mg voraus. Für dasJahr 2050 wird sogar mit einer Weltproduktion von 1.800 Mio. Mg Kunststoff gerechnet.Wachstumstreiber sind dabei gänzlich neue Anwendungsgebiete, aber auch die Substitution anderer Materialien durch Kunststoffe.
1.1 Produktion, Nutzung und Verbleib von Kunstoffen weltweit
Kunststoff ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und wird in Zukunft weltweiteine noch bedeutendere Rolle spielen. Umso wichtiger ist der zukünftige verantwortungsvolleUmgang mit Kunststoff.In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die globale Kunststoffproduktion verdoppelt.Im Jahr 2000 lag die Gesamtproduktionsmenge noch bei 180 Mio. Mg; im Jahr 2019waren es bereits rund 360 Mio. Mg. Schaut man zehn Jahre in die Zukunft, sagen realistischePrognosen eine weitere Zunahme auf circa 600 Mio. Mg voraus. Für dasJahr 2050 wird sogar mit einer Weltproduktion von 1.800 Mio. Mg Kunststoff gerechnet.Wachstumstreiber sind dabei gänzlich neue Anwendungsgebiete, aber auch die Substitution anderer Materialien durch Kunststoffe.
Autor(en)
Jürgen F. Ephan
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
33. Abfall- und Ressourcenforum (2022) (April 2022)
Verkaufspreis
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