Anwendung des Konzeptes der hydromorphologischen- ökologischen Aue am Beispiel der Ems

Beruhend auf dem Konzept der hydromorphologischen-ökologischen Aue wird für das Einzugsgebiet der oberen Ems ein Leitbild auf Grundlage der bestehenden Leitbilder, der Fließgewässersteckbriefe, den Pegeldaten des LANUV NRW sowie einer Variantenbetrachtung entwickelt. Bei der erforderlichen Nachpräzisierung für diese Betrachtungen zeigten sich die Besonderheiten der hydromorphologischen Verhältnisse bei der räumlichen und zeitlichen Abflussverteilung bzw. dessen Vorhandensein im o. g. Einzugsgebiet.

Beruhend auf dem Konzept der hydromorphologischen-ökologischen Aue wird für das Einzugsgebiet der oberen Ems ein Leitbild auf Grundlage der bestehenden Leitbilder, der Fließgewässersteckbriefe, den Pegeldaten des LANUV NRW sowie einer Variantenbetrachtung entwickelt. Bei der erforderlichen Nachpräzisierung für diese Betrachtungen zeigten sich die Besonderheiten der hydromorphologischen Verhältnisse bei der räumlichen und zeitlichen Abflussverteilung bzw. dessen Vorhandensein im o. g. Einzugsgebiet. Gemäß der vom Autor 2018 entwickelten Methodik wird von den Pegeldaten des LANUV NRW die Niedrigwasserstützung durch die kommunale Einleitung von geklärten Abwässern abgezogen. Nach Vischer wird die Wasserhaushaltsgleichung für einen längeren Zeitraum als N = A + V beschrieben. Hierbei ist N = Niederschlag, A = Abfluss und V = Verdunstung. V kann hier dann weiter zu V = ET + T aufgelöst werden, wobei ET = Evapotranspiration und T = Transpiration entspricht.
Die BfG führt ebenfalls aus, dass R = Pkor - ETa ergibt, wobei R = Mittelwert der Gesamtabflusses, Pkor = korrigierter Niederschlag und ETa = der tatsächlichen Verdunstung entspricht. Zu berücksichtigen ist, dass der gewählte, stark vereinfachte Ansatz methodische und datenstrukturelle Ungenauigkeiten sowie gewisse Erkenntnislücken, hier das Fehlen von Daten für das Einzugsgebiet der Ems, hat. Es liegen für mehr als 98 % des Einzugsgebietes die erforderlichen Daten vor. Da keine
signifikanten Änderungen zu erwarten sind, wird die Betrachtung verallgemeinert auf das gesamte Einzugsgebiet der oberen Ems übertragen. Nicht betrachtet werden u. a. das Bodenpuffervermögen, die reale Verdunstung, die Reduktion des Abflusses durch Austausch mit den angrenzenden Bodenschichten, Wasserentnahme, Puffervermögen bzw. Abflussstützung durch Teiche, Blänken in der Aue usw. Auf dieser Grundlage wird für die Zeitperiode vom 01.01.2006 bis 30.12.2015 im Folgenden als Zeitperiode/-raum von 2006 bis 2015 bezeichnet, durch die Berechnung von vier Varianten: Variante 1: 0 % Wald und 99,9 % Grünland, Variante 2: 33,3 % Wald und 66,6 % Grünland, Variante 3: 66,6 % Wald und 33,3, % Grünland und Variante 4: 99,9 % Wald und 0 % Grünland, ein Trend aufgezeigt, wie sich die hydromorphologischen Verhältnisse im Einzugsgebiet der oberen Ems bei einer naturnäheren Landnutzung verändern würden. Die Ausgangssituation der Abflüsse wird durch die Flächennutzung im Einzugsgebiet der oberen Ems, der Landnutzung Stand 2006, dem Abfluss aus dem Oberwasser des jeweiligen Pegels des entsprechenden Jahres sowie die in ermittelten Einleitmengen von geklärtem kommunalem Abwasser beschrieben.
Autor(en)
Dr. Harald Grote
Contentpartner
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Publikation
WasserWirtschaft 01 / 2021 (Januar 2021)
Verkaufspreis
€ 10,00