Mehr Recycling – Hat der Ersatzbrennstoff noch Zukunft?
Aktuell werden in Österreich rund 40 % der Siedlungsabfälle in 11 Abfallverbrennungsanlagen und 51 Mitverbrennungsanlagen thermisch verwertet. Werden die EU Ziele mit 60 % stofflicher Verwertung für das Jahr 2030 bzw. 65 % für das Jahr 2035 erreicht, muss im Gegenzug der Anteil an thermischer Verwertung sinken.
Die stoffliche Verwertung hat aber ihre ökologischen und technischen Grenzen. Deshalb wird die thermische Verwertung auch in Zukunft sinnvoll sein, zur Ausschleusung gefährlicher Stoffe, Rückgewinnung/Recycling wichtiger Wertstoffe und zur Erreichung der Klima- und Energieziele der EU. Durch Bevölkerungszuwachs und Wirtschaftswachstum wird die Menge an thermisch zu verwertenden Abfällen trotz höherer Recyclingquoten bis 2030 um rund 800.000 bis 1,1 Mio. t/a steigen. Parallel dazu werden die Anlagenkapazitäten um mindestens 800.000 t/a steigen. Trotzdem ist in einzelnen Teilbereichen wie z.B. der Hochkalorik für die Zementindustrie mit abnehmenden Mengen zu rechnen.
Im Jahr 1963 ging die erste österreichische Abfallverbrennungsanlage (MVA Flötzersteig) in Betrieb. Durch das Verbot der Ablagerung von rezyklierbaren und brenn-baren Abfällen im Jahr 2004 bzw. 2008 konnte eine eindrucksvolle Trendwende weg von der Deponierung, hin zum Recycling und zur thermischen Verwertung von Abfällen erreicht werden. Heute werden rund 58 % des Siedlungsabfalles stofflich und in 11 Abfallverbrennungsanlagen und 51 Mitverbrennungsanlagen rund 40 % der Siedlungsabfälle thermisch verwertet. (ÖWAV 2020, Eurostat 2020) Die Zielvorgaben von Seiten der EU sind für das Jahr 2030 eine stoffliche Verwertungsquote von 60 % und für das Jahr 2035 von 65 %. Dies kann nur durch eine Reduzierung der thermischen Verwertungsquote erreicht werden. Deshalb stellt sich die Frage, welche Zukunft der Ersatzbrennstoff in Österreich noch hat. Die stoffliche Verwertung stößt früher oder später an ihre Grenzen. Diverse Abfälle sind aufgrund ihres Schadstoffgehaltes und ihrer Zusammensetzung für das Recycling nicht geeignet. Ein gutes Beispiel dafür sind Rejecte aus der Papier- oder Kunststoffindustrie. Diese Rejecte sind Fraktionen, die beim Verwerter ausgeschleust werden, weil sie für die stoffliche Verwertung nicht geeignet sind.
Im Jahr 1963 ging die erste österreichische Abfallverbrennungsanlage (MVA Flötzersteig) in Betrieb. Durch das Verbot der Ablagerung von rezyklierbaren und brenn-baren Abfällen im Jahr 2004 bzw. 2008 konnte eine eindrucksvolle Trendwende weg von der Deponierung, hin zum Recycling und zur thermischen Verwertung von Abfällen erreicht werden. Heute werden rund 58 % des Siedlungsabfalles stofflich und in 11 Abfallverbrennungsanlagen und 51 Mitverbrennungsanlagen rund 40 % der Siedlungsabfälle thermisch verwertet. (ÖWAV 2020, Eurostat 2020) Die Zielvorgaben von Seiten der EU sind für das Jahr 2030 eine stoffliche Verwertungsquote von 60 % und für das Jahr 2035 von 65 %. Dies kann nur durch eine Reduzierung der thermischen Verwertungsquote erreicht werden. Deshalb stellt sich die Frage, welche Zukunft der Ersatzbrennstoff in Österreich noch hat. Die stoffliche Verwertung stößt früher oder später an ihre Grenzen. Diverse Abfälle sind aufgrund ihres Schadstoffgehaltes und ihrer Zusammensetzung für das Recycling nicht geeignet. Ein gutes Beispiel dafür sind Rejecte aus der Papier- oder Kunststoffindustrie. Diese Rejecte sind Fraktionen, die beim Verwerter ausgeschleust werden, weil sie für die stoffliche Verwertung nicht geeignet sind.
Autor(en)
Ing. Mag. Gerald Schmidt
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2020) (November 2020)
Verkaufspreis
€ 5,00 oder im Premium-Abonnement enthalten