Bundeskongress des BWK - Unsere Flüsse – gefährdetes Schutzgut?

Der 34. Bundeskongress des BWK war, wie auch in den Vorjahren, mit rd. 170 Teilnehmenden gut besucht. Bundeskongress und Fachforen stellten unsere Flüsse mit ihren vielfältigen Beeinträchtigungen und unserem Auftrag, sie zu schützen, in den Mittelpunkt. Zum Umgang mit den Stoffen in den Gewässern und den Sedimenten, zum Hochwasserrisikomanagement und dem technischen Hochwasserschutz, zur EU-WRR und integrierter Gewässerentwicklung sowie zur Trockenheit 2018 und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel wurde berichtet und diskutiert. Ein gut besuchtes Ausstellerforum rundete das Programm ab.


34. Bundeskongress 2018 in Radebaul Dr. Andreas Eckardt , Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen, eröffnete den Kongress und begrüßte die Kongressteilnehmer zum 34. Bundeskongress des BWK, der zum dritten Mal in Sachsen und dieses Mal in der Karl-May-Stadt Radebeul vor den Toren Dresdens stattfand. Der Kongress beschäftigte sich unter dem Motto „Unsere Flüsse – gefährdetes Schutzgut?" mit den vielfältigen Einwirkungen und Belastungen unserer Fließgewässer, die immer dann in das Bewusstsein der Öffentlichkeit kommen, wenn etwas nicht so fließt, wie es sollte. Seien es nun Niedrigwasser, Hochwasser oder Qualitätsprobleme. Dr. Eckardt richtete Grüße für den Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt, an die Kongressteilnehmenden und wies hierbei darauf hin, dass in Sachsen zwar viele naturnahe Gewässer zu finden sind, dass aber die Grenzen zu Polen und Tschechien und auch die Folgen des Bergbaus in Sachsen besondere Herausforderungen an deren Bewirtschaftung stellen. Bert Wendsche , Oberbürgermeister der Stadt Radebeuel und Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetags, begrüßte die Kongressteilnehmenden auf das herzlichste in der „Stadt zum Genießen". Radebeul, die jüngste Stadt in Meißen, mit ihrer Eisenbahnertradition (Schmalspurbahn) und dem berühmten Sohn Karl May ist ein starker Wirtschaftsstandort mit hoher Arbeitsplatzdichte und Einpendlern aus dem nahen Dresden. Ein guter Ort also, um sich den Herausforderungen zu widmen, die sich der Wasserwirtschaft stellen. In seiner Eröffnungsansprache des Kongresses riss Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf, Präsident des BWK-Bundesverbandes, die Themen des Kongresses und der Fachforen an. Er schlug einen Bogen von den neuen Entwicklungen der Wasserwirtschaft, hier den Anwendungsbereichen für künstliche Intelligenz in der Wasserwirtschaft, über die Qualität unserer Gewässer („Stoffe in den Gewässern") und die Verwertung von Sedimenten hin zu eher beständigeren Themen wie Hochwasserschutz und der sichtbar werdenden Umsetzung der WRRL im Vorfeld des 3. Bewirtschaftungszyklus 2021 – 2027. Neue Herausforderungen für die Wasserwirtschaft in ungewohnter Dimension sind von den Entwicklungen der Niedrigwasser- und Trockenperioden und den Strategien zur Anpassung an den Klimawandel zu erwarten, deren Bewältigung ganz neue Aufgaben zur Folge haben wird.
Autor(en)
Dr. Catrina Brüll, Dr. Andreas Eckhardt, Dipl.-Ing. Markus Porth
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
Wasser und Abfall 12 / 2019 (Dezember 2019)
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