Qualitätsmanagement im Deponiebau notwendiges Übel oder absolutes Muss zur Gewährleistung eines(langzeit)funktionalen Deponiebauwerkes
Entgegen so mancher politischer Vision nach dem Millennium sind Deponien nach wie vor ein unverzichtbarer Baustein in der Kreislaufwirtschaft. Die neuerlich bekannten Schlagworte „Fehlende Deponiekapazitäten“ und „Deponiebedarfsprognosen“ machen deutlich, dass Deponien kein Auslaufmodell sind. Damit einhergehend unterliegt auch das technische Bau-werk Deponie fortschreitenden Entwicklungsprozessen des Standes der Technik und der Anpassung an Erkenntnisse und Erfahrungen.
In diesem Kontext stellt, wie auch bei anderen Bauwerken, die Qualitätsüberwachung ein wichtiges Element dar, das die zugesicherte Funktionalität eines geplanten Bauwerks mit einem hohen Grad sicherstellen soll. Im Bereich der Deponien bleibt dabei hervorzuheben, dass diese Bauwerkskategorie schon frühzeitig das Thema „Qualitätsüberwachung" unter dem einschlägigen Begriff „Qualitätssicherung" als festen Bestandteil innerhalb der Herstellung verankert hat. Bereits in der TA-Abfall [1] und der TA-Siedlungsabfall [2] wurden grundlegende Vorgaben für die Qualitätsüberwachung an Deponien gestellt. Die Ziffer 9.4 der TA-Abfall [1] bzw. die Ziffer 10.4 der TA-Siedlungsabfall [2] legten mit Verweis auf den Anhang E der TA-Abfall [1] die notwendigen Material- und Prüfanforderungen bei der Herstellung von Deponieabdichtungssystemen fest. Zur Umsetzung dieser material- und objektspezifischen Anforderungen bei einem Deponiebauvorhaben (Errichtung bzw. Bau von Abdichtungssystemen und wesentlichen Funktionselementen bei einer Deponie) wurde der sogenannte „Qualitätssicherungsplan" (QSP) als technische Mindestvorgabe eingeführt. Diese Elemente bildeten den Grundstein der Qualitätsüberwachung bei Deponiebauvorhaben. Mit Inkrafttreten der Deponieverordnung (DepV) [3] und den dazu ergangenen Änderungsverordnungen wurden diese Vorgaben inhaltlich übernommen, weiterentwickelt und an den Stand der Technik unter dem Begriff „Qualitätsmanagement (QM)" sowie den in Bezug gesetzten „Qualitätsmanagementplan (QMP)" angepasst und bilden damit, nach wie vor, die Basis der Qualitätsüberwachung im Deponiebau ab. Im vorliegenden Beitrag sollen die wesentlichen Elemente des Qualitätsmanagements, die aktuell geltenden Bestimmungen der Qualitätsüberwachung mit einem Ausblick auf die Entwicklungen sowie auch die Notwendigkeit dieser Elemente kurz aufgezeigt werden.
Autor(en)
Dipl.- Ing. Falk Fabian
Contentpartner
© Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft
Publikation
Deponieforum 2018 (März 2018)
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