Kohlenstoffquellen durch Humuszertifikate-Handel ökonomische Anreize geben
Landwirtschaft wird mit bis zu 24 % an den Klimagasemissionen verantwortlich gemacht, schreibt der Weltklimarat IPCC. Der Input an endlichen Ressourcen für die landwirtschaftliche Produktion, wie z. B. Öl, Kohle, Gas, Phosphor, aber auch Land an sich, sind nicht nachhaltig. An anderer Stelle werden vorhandene Ressourcen, wie Biomasse, biogene Reststoffe, Nährstoffe im landwirtschaftlichen Kreislauf, aber auch menschliche Exkremente, verschwendet.
Humusaufbau ist die Lösung, für die stetig steigenden klimatisch bedingten Herausforderungen unserer Zeit. Damit Humus aufgebaut werden kann, bedarf es der Mehrung der Bodenbiologie und infolge dessen der Wiederbelebung unserer Böden. Bodenbiologie benötigt, wie jede andere Form von Leben, Milieu. Milieu in Form von Nahrung, Wasser, Luft und Wärme. Nahrung kann vor Ort auf dem Acker entstehen bzw. in Form von regionalen biogenen Reststoffen zugeführt werden. Hochwertige regionale Biomasse wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Die Wertigkeit dieser kann heute schon durch das Humusaufbauprogramm von CarboCert erhöht werden. Dadurch können aus biogenen Abfällen, die gegebenenfalls entsorgt werden müssen, wertvolle Produkte entstehen, um einen neu entstehenden Markt bedienen zu können.
Autor(en)
Wolfgang Abler
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
Biomasse-Forum (2019) (November 2019)
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