„Marktbericht“ Deponiebau Stand, Anforderungen und Technische Entwicklung
Die Notwendigkeit einer flächendeckenden Entsorgungssicherheit, insbesondere für mineralische Bau- und Abbruchabfälle, ist in Deutschland unumstritten. Dies ist nur mit der Sicherstellung von entsprechenden Deponiekapazitäten zu erreichen, um die Bauwirtschaft und die Produktionsbetriebe in Deutschland weiter abzusichern. Ziel sollte es hierbei sein, auch Alternativen im Deponiebau eine gleichwertige Chance im Vergleich zu den „Standardsystemen“ zu geben und dies bereits im Zuge der Genehmigungsplanung zu berücksichtigen.
Auf Basis der Vision einer vollständigen Kreislaufwirtschaft wurde 2006 propagiert, dass in Deutschland zukünftig kein Bedarf an neuen Deponieraum besteht. Durch diesen Umstand wurde die Entwicklung neuer Deponien auch politisch nicht weiter aktiv unterstützt, vielmehr wurde hierdurch erreicht, dass in der öffentlichen Wahrnehmung die Ablehnung gegenüber neuen Deponien gestiegen ist. Dem entgegen steht die unverzichtbare Forderung der Bauwirtschaft, wettbewerbsfähig zu bleiben und Kostensteigerungen zu vermeiden. Deponien sind also grundsätzlich als Schadstoffsenken unverzichtbar, der Deponieraum muss aber auch regional verfügbar sein. Neue Konzepte wurden entwickelt (z.B. Deponie auf Deponie), die diesem Umstand Rechnung tragen sollen und Möglichkeiten für die Schaffung neuen Deponieraums bieten. Aufgrund des zeitlichen Vorlaufs, die die Planung und Genehmigung von Deponiestandorten mit sich bringt, kann dem knappen Deponieraum allerdings nur zeit-versetzt begegnet werden. Nachfolgender Beitrag soll daher die derzeitige Entwicklung im deutschen Deponiebau aufzeigen.
Autor(en)
Dirk Bronzio, Ronald Vogt
Contentpartner
© Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft
Publikation
Deponieforum 2019 (März 2019)
Verkaufspreis
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