Problematik von Feuchttücher-Abfall in Abwasserreinigungsanlagen in der Steiermark
Das Projekt „WipePlug“ konzentrierte sich auf die Problematik, die Feuchttücher in der Kanalisation bereiten. Diese Thematik ist weltweit bekannt. Ziel dieses Projektes war es, die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten von Feuchttüchern in Abwasseranlagen eindeutig zu beweisen, die problematische Konsistenz von Feuchttüchern zu beschreiben und gesicherte Daten zur Problematik zu erarbeiten. Zwei Hauptthemen werden im Detail untersucht: die Reißfestigkeit von Feuchttüchern und deren Anteil im Rechengut. Im folgenden Artikel sollen die Antworten auf die Fragen der Studie, empfohlene Maßnahmen und Herausforderungen diskutiert werden.
Die wesentliche Aussage aus der vorliegenden Studie lautet: Kunstfaser-FT sollen nicht in die Kanalisation gelangen. Diese Art von FT verursacht dort durch ihre Reißkraft Probleme und Kosten. Die Sorglosigkeit der In-Verkehr-Bringer und Hersteller von Industriewaren wird anhand dervorliegenden FT-Problematik deutlich. Auf Kosten der Allgemeinheit werden Produktefür einen begrenzten Markt (Anteil der Bevölkerung) vertrieben, wobei die Gewinne privatisiert, die End-of-Life-Kosten jedoch auf die gesamte Bevölkerung verlagert (kommunalisiert) werden.
Autor(en)
Franz Hammer, Mag. Dr. Martin Wellacher
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2018) (November 2018)
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