Von der Aufbereitung bis zur Verwertung – Neue Wege der Kompostvermarktung

Die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland ist eine 100-prozentige Tochter des Kreises Borken und übernimmt für den Kreis und seine etwa 380.000 Einwohner alle Aufgaben, die einer modernen Abfallverwertung gestellt werden. In den vergangenen fünf Jahren wurde der Bereich der Bioabfall- und Grüngutverwertung deutlich intensiviert. Dafür wurde die MBA in zwei Stufen von der Restmüllbehandlung auf die Bioabfallverwertung umgestellt.

Die EGW hat ihre MBA auf die Verarbeitung von Bioabfällen aus dem Nachbarkreis Recklinghausen und der Stadt Dortmund umgestellt und verarbeitet im Entsorgungszentrum Gescher 105.000 Mg/a Bioabfall zu 35.000 Mg/a Bioabfallkompost, die auch an anspruchsvolle Kunden (Erdenwerke und Ökolandbau) vermarktet werden. Zusätzlich produziert die EGW 15.000 Mg/a Grüngutkompost, die zu 100 % in die Erdenindustrie vermarktet werden. Für die Bioabfallkompostherstellung wurde die Aufbereitungstechnik erneuert und auf die Produktion besonders sortenreiner Komposte ausgerichtet. Mittels Windsichter werden die für die optische Sortenreinheit besonders problematischen Kunststofffolien effektiv aus den Bioabfällen abgetrennt. Die Kompostabsiebung erfolgt auf einem 10 mm-Sieb. Die Siebüberläufe werden mit Windsichter und Steinfalle gereinigt, um sie als Strukturmaterial wiederverwenden zu können.
Autor(en)
Dr.-Ing. Martin Idelmann, Peter Kleyboldt
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
Biomasse-Forum (2018) (November 2018)
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