Saubere Atemluft in der Kabine: Schutzbelüftungssystem entlastet Fahrer beim Einsatz auf der Deponie
An extremen Einsatzorten müssen Fahrer von Baggern und Radladern vor schadstoffbelasteter Luft geschützt werden. Einer dieser Orte ist das Lausitzer Revier, eines der größten Braunkohleabbaugebiete Deutschlands‚ wo seit den 1950er-Jahren auch Eisen und Stahl produziert werden. Die anfallenden Schlacken und Stäube stellen im Deponiebetrieb besondere Herausforderungen an den Atemschutz. Eine ausgefeilte, angepasste Filtertechnologie sorgt dafür, dass Fahrzeugkabinen zuverlässig mit sauberer Atemluft versorgt werden.
(16.10.2018) An der Ländergrenze zu Polen liegt mit dem Lausitzer Revier eines der größten Braunkohleabbaugebiete Deutschlands. 30 Prozent der Braunkohle stammen von hier. Vor mehr als 100 Jahren reichte das Revier noch bis nach Tschechien und weit in die nördliche Oberlausitz. Im Gebiet nahe Eisenhüttenstadt wurde seit 1858 Braunkohle noch aus einer Tiefe bis zu 66 Metern gefördert. Ab dem Jahr 1950 entstand hier das Eisenhüttenkombinat Ost (EKO) als integriertes Hüttenwerk. Es war das größte seiner Art in der DDR. Für die ehemals mehr als 10.000 Beschäftigten des Kombinats wurde eine eigene Wohnstadt errichtet, Eisenhüttenstadt.
Seit 2006 heißt der Eigentümer ArcelorMittal, der weltweit größte Stahlerzeuger: Das ab 1997 integrierte Hüttenwerk erzeugt Roheisen und Stahl, verfügt aber auch über ein Warm- und Kaltwalzwerk und die Möglichkeit zur Oberflächenveredelung. Inmitten dieser Eisen- und Stahlindustrie fungiert seit mehr als 20 Jahren die Vulkan Energiewirtschaft Oderbrücke (VEO) als Dienstleister – zum einen für das Industriegebiet der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH, zum anderen aber auch als Strom- und Wärmeversorger der Stadt. Sabine Paßberg, Leiterin Deponie/Labore VEO: „So ist die VEO selbst auch ein wichtiges Bindeglied in diesem metallurgischen Kreislauf geworden: Als Dienstleister wird nicht nur die Versorgung des Hüttenwerks mit Energie und Wärme sichergestellt, sondern auch zusätzlich mit Druckluft. Die in diesem Produktionsprozess anfallenden Industrieabwässer werden vor der Ableitung in der betriebseigenen Kläranlage gereinigt.
Doch die Eisen- und Stahlherstellung verläuft nicht rückstandsfrei. Die VEO übernimmt deshalb auch die ordnungsgemäße Ablagerung der Abfall- und Reststoffe auf einer Deponie.“...
Unternehmen, Behörden + Verbände: Hauser Umwelt-Service GmbH, Krefeld; Krüger Metallhandel GmbH, Wiesenau; Vulkan Energiewirtschaft Oderbrücke GmbH
Autorenhinweis: Angela Layendecker, Wesel
Foto: ArcelorMittal
Autor(en)
Angela Layendecker
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© Deutscher Fachverlag (DFV)
Publikation
Entsorga 05 / 2018 (Oktober 2018)
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