Wirtschaftliches Potenzial vorhanden

Das Projekt Add Resources zeigt, wie aus Kunststofffraktionen von Elektroaltgeräten Antimontrioxid und Titandioxid als marktfähige Sekundäradditive für den Wiedereinsatz zurückgewonnen werden können.

In Deutschland hängt die Wertschöpfung der verarbeitenden Industrie in besonderem Maße von der stabilen und sicheren Versorgung mit metallischen und mineralischen Rohstoffen ab. Von besonderer Bedeutung sind die versorgungskritischen Metalle, die für die Produktion vieler technischer Produkte erforderlich sind. Zu diesen kritischen Metallen zählen sowohl Antimon als auch Titan. Beide sind unter anderem in Additiven für Kunststoffgehäuse von Elektrogeräten enthalten, Antimontrioxid als Flammschutzmittel,Titandioxid als Weißpigment. So könnte die Wiedergewinnung dieser beiden Rohstoffe durch das Recycling von Elektroaltgeräten (EAG) eine Alternative zur Versorgung aus natürlichen Rohstoffquellen darstellen. Dieses Ziel verfolgt das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt Add Resources [30], in dem technische Verfahren für die Rückgewinnung der Wertstoffe Titan und Antimon aus Elektroaltgeräten entwickelt werden, um marktfähige Sekundäradditive für den Wiedereinsatz bereitzustellen. Das Projekt wird vom Fraunhofer Institut IVV koordiniert und gemeinsam mit den Partnern Flottweg SE, uve GmbH und Argus Additive Plastics GmbH bearbeitet.
Autor(en)
Dr. Martin Schlummer, M.Sc. Fabian Wolff
Contentpartner
© Rhombos-Verlag
Publikation
ReSource 02 / 2018 (Juni 2018)
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