Apps ersetzen Einzelkomponenten
Das Festo Motion Terminal VTEM transferiert die Pneumatik ins Zeitalter von Industrie 4.0 – mit Apps, die über 50 Einzelkomponenten ersetzen. Diese Art der Funktionsintegration – kombiniert mit Software-Apps – vereinfacht die Wertschöpfungskette; es wird nur noch eine Hardware benötigt.
Mit dem Zuschalten neuer Funktionen über Apps können Maschinenentwickler einen Basis-Maschinentyp erstellen und diese Maschine mit unterschiedlichen Ausprägungen je nach Kundenwunsch ausstatten. (08.05.2018) Piezotechnologie, integrierte Hub- und Drucksensorik, gepaart mit der Ansteuerung über so genannte Motion Apps, eröffnen Maschinen- und Anlagenbauern ganz neue Perspektiven. Dank der im Terminal verwirklichten Fusion aus Mechanik, Elektronik und Software wird ein pneumatisches Produkt zur echten Industrie-4.0-Komponente. Der Wechsel pneumatischer Funktionen sowie die Adaption auf neue Formate werden mittels Parameteränderung über Apps gesteuert. Die integrierte intelligente Sensorik für Regelung, Diagnose und selbstlernende Aufgaben erspart Zusatzkomponenten. Zum Start des Terminals stehen zehn Funktionen über Motion Apps zur Verfügung, von der einfachen Änderung der Wegeventilfunktionen bis zur Energieeffizienz, vom proportionalen Verhalten bis hin zur Diagnose-Leckage. Alles funktioniert mit einer identischen Ventilhardware. Durch schnelles Zuschalten neuer Funktionen über Apps können Maschinenentwickler so nun einen Basis-Maschinentyp erstellen und je nach Auswahl der Apps diese Maschine mit unterschiedlichen Funktionen und Ausprägungen je nach Kundenwunsch ausstatten.
Das Motion Terminal erlaubt, für das Öffnen und Schließen von Prozessventilen unterschiedliche Druckniveaus zu verwenden. Dadurch kann der Verbrauch von Druckluft drastisch reduziert werden. Für Energieeinsparungen im Applikationsbetrieb sorgen die speziell entwickelten Motion Apps sowie die Diagnosefunktion für die Applikationsleckage. Aber auch die energie-sparende Piezo-Technologie für die proportionale Ventilvorstufe trägt ihren Teil dazu bei. Das Motion Terminal erlaubt, für das Öffnen und Schließen von Prozessventilen unterschiedliche Druckniveaus zu verwenden. Dadurch kann der Verbrauch von Druckluft drastisch reduziert werden, wenn für einen der beiden Arbeitshübe eine deutlich reduzierte Kraft bzw. Drehmoment erforderlich ist. Weiterhin kann nach einer frei parametrierbaren Anzahl von Schaltungen eine Diagnosefunktion aktiviert werden, die antriebsbezogen mögliche Leckagen detektiert und je nach Schwere der Leckage nur eine Meldung der Notwendigkeit einer Wartung sendet oder den Anlagenteil abschaltet. Dadurch lässt sich das Detektieren von Leckagen in ausgedehnten Netzen vermeiden. Falls die Produktion eine Umrüstung der Anlage und damit einhergehend eine Änderung einzelner Parameter im Motion Terminal erfordert, ist dies einfach über eine integrierte Schnittstelle möglich. Die Parameter können aber auch über das überlagerte Leitsystem verändert und über Kommunikationsschnittstellen in das Motion Terminal im Feld geladen werden.
Das Terminal kann aber auch eigenständig in der Inbetriebnahme geforderte Öffnungs- und Schließzeiten eines Prozessventils einstellen. Nach dem Setzen der Parameter werden dazu in einem Teachvorgang die Abluftdrosselungen automatisiert so eingestellt, dass die gewünschten Zeiten erreicht werden. Über die Betriebszeit der Anlage wird die Einhaltung der vorgegebenen Zeiten überwacht und u.U. eine Veränderung der Luftdrosselung so vorgenommen, dass die ursprünglichen Vorgabewerte eingehalten werden, falls sich auf Basis äußerer Einflüsse, z.B. durch zunehmende Reibung, die erreichten Zeiten verändern sollten.
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IFAT 2018: Halle C2; Stand 341/440
Unternehmen: Festo AG & Co. KG, Esslingen
Autorenhinweis: Christopher Haug, Festo AG & Co. KG
Fotos: Festo
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Publikation
Entsorga Newsletter 3/2018 (Mai 2018)
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