Großes Potenzial

Mit einer optimierten Identifikation und gelenkten Stoffströmen können Abfälle wie Altbeton und Elektroaltgeräte hochwertig verwertet werden.

Die Rückgewinnung von kritischen Rohstoffen und Maßnahmen zum Klimaschutzsind wichtige Herausforderungen unserer Zeit. Die bergmännische Gewinnung von Primärrohstoffen, beispielsweise von Erzen, ist zunehmend geprägt durch den Abbau von Armerzlagerstätten, also Rohstofflagerstätten mit vergleichsweise geringen Metallgehalten. Zur Rückgewinnung entsprechender Metallmengen müssen wiederum große Mengen an Erz gefördert, transportiert, zerkleinert und aufbereitet werden. Hierfür werden erhebliche Energiemengen benötigt. Die Rohstoffgewinnung ist mit hohen Kohlendioxid-Emissionen verbunden. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Rückstände aus der Aufbereitung, die vielfach mit Schadstoffen belastet sind und zu Umweltschäden führen. In dem vorliegenden Beitrag wird am Beispiel von Beton und Elektroaltgeräten eine Strategie zur hochwertigen Verwertung dieser Abfallströme gezeigt. Mit Hilfe eines neuartigen Analysenverfahrens können zum einen Schadstoffe identifiziert und zumanderen Stoffströme in die Verwertung gelenkt werden. So werden zum Beispielunterschiedliche Metalllegierungen nach ihren Legierungsbestandteilen separiert. Dadurch wird die Verwertung wirtschaftlicher. Mit Hilfe einer entsprechenden Qualitätssicherung wird der Nachweis erbracht, dass die technischen Anforderungen
der weiterverarbeitenden Betriebe erfüllt werden.
Autor(en)
Dr.-Ing. Helmut Spoo
Contentpartner
© Rhombos-Verlag
Publikation
ReSource 04 / 2017 (Dezember 2017)
Verkaufspreis
im BASIC-Abonnement enthalten