Markt und Aufbereitung von Energieholz und holzigem Grüngut
Aufgrund der hohen Auflagen im Bereich der Lagerung einschließlich der damit einhergehenden Investitionen in den Hallenbau, die Oberflächenbefestigung und das Auffangen des Oberflächenabflusses sowie die zeitaufwendigen Betreuung des Genehmigungsverfahrens entsteht erheblicher Kostendruck für den Aufbereiter. Darüber hinaus muss der Materialeingang noch genauer und zunehmend aufwendiger sortiert werden (Rasenschnitt, holziger Grünschnitt etc.).
Durch ein Überangebot an Material und daraus resultierend übervolle Lager, kam es seit dem Frühsommer 2016 zu Preissenkungen am Altholzmarkt. Bereits zum Jahresende entwickelte sich dies zu einem Zuschussgeschäft für die Aufbereiter. Einige Altholzkraftwerke haben dann im Januar die Annahmepreise nochmals erhöht. Das führte regional dazu, dass die Eingangsmengen bei den Aufbereitern stark zurückgingen und das Altholz in andere Regionen abfloss. Entspannung gibt es in den Ballungsgebieten, z. B. Rhein-Main-Gebiet, die auch die vorgenannten Mengen aufnahmen. Die Preissituation hat sich in diesen Gebieten wieder gedreht. Im Frischholzbereich bleibt es in den FSC-zertifizierten Bundesländern spannend. Die staatlichen Forstbetriebe, die Langfristverträge mit den großen Anlagen haben, versorgten die Kraftwerke in der Vergangenheit weit überwiegend mit Kronenholz. In FSC-zertifizierten Betrieben ist eine Kronenholznutzung nicht mehr möglich, müssen hier Verträge erfüllt werden, so ist dies nur durch das Hacken höherwertiger Sortimente (z. B. Industrieholz) möglich.
Autor(en)
Georg Reuss
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
29. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (2017) (Mai 2017)
Verkaufspreis
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