Brexit – Wie beeinflussen Importmengen aus England und Europa den Abfallverbrennungsmarkt in Deutschland?
In den letzten Jahren hat sich der Entsorgungsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland als auch den angrenzenden Ländern erheblich gewandelt. Wurden in den Jahren 2012/13 noch Spotvertragsmengen an gemischten Gewerbeabfällen zu Verwertungspreisen von 50 bis 60 €/Mg (und darunter) an thermische Verwertungsanlagen geliefert, so sind derzeit keinerlei freie Verwertungskapazitäten vorhanden.
Dieser Trend wird teilweise auf die gestiegenen Importmengen an Abfällen speziell aus Großbritannien und Irland zurückgeführt. Im nachfolgenden bewerten wir den Einfluss eines möglichen Brexits auf den deutschen Abfallverbrennungs- und Abfallverwertungsbereich sowie die Entwicklungen des grenzüberschreitenden europäischen Abfallmarkes. Der Abfallmarkt ist seit rund 30 Jahren auch in der Bundesrepublik immer weiter internationalisiert. Die „Verordnung (EWG) Nr. 259/93 des Rates zur Überwachung und Kontrolle der Verbringung von Abfällen in der, in die und aus der Europäischen Gemeinschaft vom 1. Februar 1993" (ABl. Nr. L 30/1 vom 6. Februar 1993) war ab dem 9. Februar 1993 in Kraft und kam zwischen dem 6. Mai 1994 und 11. Juli 2007 zur Anwendung.
Autor(en)
Dirk Lechtenberg
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
29. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (2017) (Mai 2017)
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