Der Markt für Altholz bis 2030
Die Entsorgung von Altholz in Deutschland ist im Wesentlichen von der thermischen Verwertung in Biomasseheizkraftwerken bzw. Altholzkraftwerken geprägt. Hier hat sich in den letzten 15 Jahren ein stabiles System etabliert, welches eine sichere und konstante Entsorgung des Altholzes garantiert. Das System ist maßgeblich geprägt durch die Förderung der Biomasseheizkraftwerke durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches den Betreibern der Anlagen eine fixe Vergütung für den ein-gespeisten Strom garantiert. Durch das Auslaufen dieser Vergütung ab 2020 (nach 20 Jahren gesicherter Vergütung), wird sich der Markt verändern, es werden erheb-lich steigende Kosten für die Entsorgung erwartet und auch bei den Verwertungswe-gen ist mit Verschiebungen zu rechnen. Der folgende Beitrag beschreibt die Rahmenbedingungen dieses Marktes und deren Veränderung, die aktuellen Mengen und Verwertungswege sowie einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen, die im Altholzmarkt bis 2030 zu erwarten sind.
Das Altholzaufkommen setzt sich im Wesentlichen zusammen aus den folgenden Fraktionen:
Abfällen aus der Holzindustrie (vollständig getrennt gesammelt) Bau- und Abbruchabfälle (teilweise getrennt gesammelt) Sperrmüll (in der Regel nicht getrennt gesammelt) Verpackungen aus Holz (teilweise getrennt gesammelt) aussortiertes Holz aus Abfallbehandlungsanlagen (getrennt)