Effizienz von Extraktionsverfahren bei der Metallentfrachtung von MVA-Flugaschen

Die Rückgewinnung von Schwermetallen aus Flugaschen von Müllverbrennungsanlagen (MVA) ist ein konkretes Ziel der aktuellen Schweizer Abfallpolitik. Für die erfolgreiche Optimierung ist es von zentraler Bedeutung, die chemischen Prozesse während der sauren Flugaschenextraktion (FLUWA-Verfahren) zu verstehen und die Bindungsverhältnisse der enthaltenen Metalle zu kennen. Um das komplexe Phasensystem von Flugaschen zu beschreiben und die grosse Vielfalt der metallhaltigen Phasen selektiv zu reduzieren, wurden spezifische Extraktionsversuche mit zwei unterschiedlichen Flugaschen durchgeführt. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Grad der Metallabreicherung vorwiegend pH gesteuert ist und die Art der verwendeten Säure sich kaum auf die Mobilisierung der Metalle auswirkt. Auffällig ist die Bildung einer PbCu 0 -Phase, welche bei der Extraktion mit Salzsäure die Abreicherung von Pb und Cu limitiert. Großes Potential für eine Optimierung der Flugaschenextraktion zeigt die Nachbehandlung der Filterkuchen aus den HCl-Extraktionen mit NaCl-Lösung (300 g/L). Erste Resultate zeigen, dass sich dadurch große Mengen Pb (59 %) und Cu (45 %) aus dem Filterkuchen durch die Interaktion mit hochsaliner Lösung mobilisieren lassen.
Autor(en)
Gisela Weibel, Urs Eggenberger, Dr. Urs Mäder, Dr. Stefan Schlumberger
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2016) (November 2016)
Verkaufspreis
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