Elektrodynamische Fragmentierung von Elektroschrott
Durch den Einsatz von elektrodynamischer Fragmentierung (EDF) ist es nicht nötig, Material fein zu mahlen, es kann vielmehr durch seine selektive Auftrennung aufgeschlossen werden.
Es konnte gezeigt werden, dass EDF fähig ist, Metall-/Plastik-Verbunde aufzutrennen. Diese Eigenschaft stellt für Recycling von Elektroschrott eine gewünschte Verbesserung dar. Untersuchungen dazu werden in diesem Bericht am Beispiel von Waste Electrical and Electronic Equipment (WEEE) und speziell an Leiterplatten aufgezeigt. Die Versuche zeigen, dass EDF für verschiedenste Arten von Elektroschrott eingesetzt werden kann. Verschweißte Kompaktgeräte können zum Beispiel so weit geöffnet werden, dass die gewünschte Komponente freigelegt und entfernt werden kann. Leiterplatten haben die Eigenschaft, dass bei kontinuierlich steigendem Energieeintrag zuerst die aufgebrachten Komponenten abgetrennt werden, bevor die Cu-Bahnen freigelegt werden. Bei noch höherem Energieeintrag wird die Leiterplatte schlussendlich zerkleinert und vollständig zerstört. Durch diese Entfrachtung der Leiterplatte kann ein metallreiches Konzentrat hergestellt werden.
Autor(en)
Cedric Iseli, Prof. Dr. Martin Streicher-Porte, R. Martino, Stoyan Gaydardzhiev, Dr. rer. nat. Alexander Weh
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2016) (November 2016)
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