Deponierung und Verwertung von gefährlichen Abfällen im Kali- und Steinsalzbergbau
Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz ist der Begriff Entsorgung der Oberbegriff für Beseitigung und Verwertung. Bei der Untertagedeponie steht die langzeitsichere Beseitigung der Abfälle im Vordergrund. Bei der Untertageverwertung werden die stofflichen Eigenschaften von weniger kontaminierten Abfällen genutzt, um die bergrechtlich bestehenden Versatzpflichten für ausgewählte Bereiche der Grube zu erfüllen.
Am Anfang stand die Idee, für die Beseitigung und Verwertung gefährlicher Abfälle bessere Konzepte zu entwickeln und langfristige Kapazitäten zu bieten. Heute ist die K+S Entsorgung GmbH als 100 %ige Tochter der K+S Aktiengesellschaft europaweit führend in der untertägigen Entsorgung – mit den meisten Untertage-Standorten, längsten Reichweiten und umfassendsten Systemlösungen. Bei der Entsorgung von festen Abfällen mit gefährlichen Eigenschaften in geeigneten Kali- und Steinsalzbergwerken werden die Schadstoffe der Biosphäre dauerhaft entzogen. Die K+S Entsorgung GmbH betreibt in Deutschland die beiden Untertagedeponien Herfa-Neurode und Zielitz sowie die fünf Verwertungsstandorte Wintershall, Hattorf, Unterbreizbach, Bernburg und Zielitz. Bei der Untertagedeponierung steht die langzeitsichere Beseitigung der Abfälle im Vordergrund. Bei der Untertageverwertung werden die stofflichen Eigenschaften von weniger kontaminierten Abfällen genutzt, um die bergrechtlich bestehenden Versatzpflichten für ausgewählte Bereiche der Grube zu erfüllen. Der Artikel gibt einen kurzen Einblick in die Entstehung von Kali- und Steinsalzlagerstätten. Ausführlich werden die Unterschiede zwischen der Beseitigung von Abfällen in Untertagedeponien und der Verwertung in Untertageverwertungsanlagen beschrieben.
Autor(en)
Dr. Frauke Bretthauer, Jörg Glienke, Dr. Franz X. Spachtholz
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2016) (November 2016)
Verkaufspreis
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