Dritte Ausbaustufe der Bioabfallbehandlungsanlage Borgstedt
Anfang der 80er Jahre begannen ein Hochschulprofessor, vier Studenten und ein Unternehmer im hessischen Städtchen Witzenhausen ein zukunftsweisendes Projekt: die flächendeckende Sammlung und Verarbeitung von Bioabfällen aus privaten Haushalten. Damit erfuhr nun auch die unansehnlichste und oft übelriechende Fraktion der festen Siedlungsabfälle wissenschaftliche und abfallwirtschaftliche Relevanz.
Und die Entwicklung verlief rasant. Wurden Erfassung und zentrale Verwertung von Garten- und Küchenabfällen in einem Kompostwerk Mitte der 80er noch als „spinnige, typisch Grünen-Idee“ belächelt, so hatten sich nur zehn Jahre später die Bioabfallsammlung mittels Biotonne und die Kompostierung als Stand der Technik in der Abfallbehandlung etabliert. Etabliert bedeutete aber noch lange nicht durchgesetzt. Es dauerte in Deutschland weitere 20 Jahre bis zu der gesetzlichen Vorgabe einer verpflichtenden Getrennterfassung und Verwertung von Bioabfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) 2012).
Autor(en)
Ralph Hohenschurz-Schmidt
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
Biomasse-Forum (2016) (November 2016)
Verkaufspreis
€ 5,00 oder im Premium-Abonnement enthalten