Wertstoffhaltige MVA-Asche: In der Schweiz entsteht eine Aufbereitungsanlage für Nichteisen-Metalle
BHS-Sonthofen hat von der schweizerischen DHZ AG den Auftrag erhalten, eine vollständige Anlage zur Aufbereitung von aufkonzentrierten Metallen aus MVA-Asche zu bauen. Ziel ist es, aus dem Konzentrat qualitativ hochwertige, schwere und leichte Nichteisenmetall-Fraktionen zu gewinnen, die direkt an ein Schmelzwerk oder an die Industrie verkauft werden. Der Anlagendurchsatz pro Linie beträgt 10 t/h.
(23.05.2016) Bei der Vergabe des Auftrags war es der DHZ besonders wichtig, ein trockenes Aufbereitungsverfahren anzuwenden, denn eine Nass-Aufbereitung hätte infolge hoher Anforderungen an die Wasser- und Schlammbehandlung beträchtliche Kosten verursacht. Deshalb fiel die Wahl auf die selektive Zerkleinerung mit Maschinentechnik von BHS-Sonthofen. Die Maschinentechnik für die Recyclingindustrie basiert auf dem Prinzip der Prallzerkleinerung mit Prallmühlen.
BHS-Sonthofen wird 2016 nicht nur die Maschinentechnik liefern, sondern die gesamte neue Anlage schlüsselfertig errichten. Der Lieferumfang umfasst zwei vollständige Linien – eine für die Aufbereitung mit Korngrößen zwischen 8 und 100 mm sowie eine für die Feinaufbereitung mit Korngrößen zwischen 0 und 10 mm. BHS liefert alle Komponenten von der Beschickung bis zu den Big-Bag- Befüllstationen. Das beinhaltet unter anderem verschiedene Typen von BHS-Prallmühlen, Siebmaschinen, Zick-Zack-Sichter, Zyklonabscheider, Trommel- Magnetabscheider und Trenntische, ferner die gesamte Fördertechnik, die Entstaubungsanlage sowie den Stahlbau, die Steuerung und die Visualisierung. Die Anlage soll im Sommer 2016 in Betrieb gehen.
Unternehmen, Behörden + Verbände: BHS-Sonthofen GmbH (Sonthofen); DHZ AG (Lufingen, Schweiz)
Autorenhinweis: Dr.-Ing. Uwe Stein, Aachen
Foto: BHS Sonthofen GmbH
Autor(en)
Dr. Uwe Stein
Contentpartner
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Publikation
Entsorga 03 / 2016 (Mai 2016)
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