Fremdstoffe bei der Bioabfallverwertung – Einflussgrößen, Maßnahmen und Konsequenzen für die Erfassung und Verwertung
Bei der hochwertigen und nachhaltigen Verwertung von Biogut muss der Erzeugung eines fremdstoffarmen Produktes (Kompost, Gärprodukt) Priorität eingeräumt werden. Dieses Ziel muss in der Kette der verschiedenen Akteure von den Bürgerinnen und Bürgern, den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern sowie den Planern und Betreibern von biologischen Behandlungsanlagen stets präsent sein und berücksichtigt werden.
Die geforderte flächendeckende getrennte Erfassung von Bioabfällen aus Haushalten nach KrWG und die damit steigenden Biogutmengen stellen die Akteure der Bioguterfassung, -behandlung und -verwertung vor die Herausforderung im Sinne eines versorgungsorientierten Kreislauf- und Ressourcensystems eine gleichmäßige und hohe Qualität ihrer Produkte zu gewährleisten. Allerdings werden zunehmend Probleme mit Verunreinigungen im angelieferten Bioabfall festgestellt, wodurch die Sensibilität in der Bevölkerung und bei den Anwendern gestiegen ist. Gleichzeitig steigt vor dem Hintergrund der wachsenden Zahl kombinierter Vergärungs-/ Kompostierungssysteme und der Konsequenzen für die einzelne Anlage auch die abfallwirtschaftlichen Relevanz der Problemstellung.
Autor(en)
o. Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert, Dipl.-Ing. Lea Böhme, Dipl.-Ing. Anna Fritzsche, Dipl.-Ing. Ralf Gottschall
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
28. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (2016) (April 2016)
Verkaufspreis
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