Recycling im Schockverfahren: Elektrohydraulische Zerkleinerung ermöglicht vollständige Zerlegung von Altbatterien
Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und Verbraucherelektronik steigt kontinuierlich und mit ihr der Bedarf an leistungsfähigen elektrochemischen Energiespeichern, besonders Lithium-Ionen-Batterien. Damit wird achhaltiges Wirtschaften immer wichtiger, nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt der Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffimporten. Aktuelle Forschungsarbeiten der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS und des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC beschäftigen sich mit dem effizienten, umweltfreundlichen Recycling von Altbatterien.
(12.03.2016) Bisherige Recyclingverfahren von Altbatterien sind sehr energieintensiv und eignen sich lediglich zur Rückgewinnung von metallischen Grundelementen wie Nickel, Kobalt und Mangan. Hochwertige Funktionsmaterialien wie spezielle Graphite und Lithiumverbindungen bleiben jedoch unberücksichtigt und müssen für neue Batterien wieder aufwändig hergestellt werden. Außerdem treten bei der Zerlegung von Batterien mit üblichen mechanischen Trenntechnologien verschiedene Probleme auf, angefangen bei stark verschleißenden Schredder-Messern bis hin zu hohen Sicherheitsanforderungen durch die Freisetzung von Wasserstoff oder die Bildung von giftigen Gasen wie Fluorwasserstoff. Darüber hinaus führen diese Zerlegungsverfahren zu irreversiblen Qualitätseinbußen, besonders bei Anoden- und Kathodenmaterialien. Hier setzt das neue Recyclingverfahren der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS und ihrer Partner an...
Unternehmen, Behörden + Verbände: Fraunhofer-Institut für Silikatforschung ISC (Würzburg), ImpulsTec GmbH
Autorenhinweis: Dipl.-Ing. Andreas Bittner, Fraunhofer ISC
Foto: K. Selsam-Geißler, Fraunhofer ISC
Autor(en)
Dipl.-Ing. Andreas Bittner
Contentpartner
© Deutscher Fachverlag (DFV)
Publikation
Entsorga 01 / 2016 (März 2016)
Verkaufspreis
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