Recycling von NdFeB-Magneten aus elektrischen Antrieben – das Projekt MORE –

Das vom BMBF im Rahmen des Programms Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität (STROM) geförderte Projekt MORE (Motor Recycling) – Recycling von Komponenten und strategischen Metallen aus elektrischen Fahrantrieben (Förderkennzeichen: 03X4622) wurde von einem Konsortium aus Industrie und Forschung unter Federführung der Siemens AG durchgeführt. Die Partner im Forschungsverbund waren die Firmen Daimler AG, Umicore AG & Co. KG und Vacuumschmelze GmbH & Co. KG sowie die Universität Erlangen-Nürnberg (Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik), die Technische Universität Clausthal (Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik), das Öko-Institut e.V. Darmstadt und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung Karlsruhe.

Gemeinsam wurde an dem Ziel gearbeitet, spezifische und innovative Wiederverwendungs- bzw. Recyclingkonzepte und -technologien für Komponenten und Materialien des Antriebsstrangs von Elektro- und Hybridfahrzeugen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand die Rückgewinnung von Neodym-Eisen-Bor-Permanentmagneten (NdFeB) bzw. der darin enthaltenen Seltenen Erden. Verschiedene Stufen des Recyclings, d.h. sowohl die Wiederverwendung von Komponenten als auch die stoffliche Verwertung der in Elektromotoren enthaltenen Magnete, wurden untersucht, um für jeden Anwendungsfall die ökologisch und wirtschaftlich besten Lösungen zu finden. Die Prämisse lag dabei auf industriell umsetzbaren Lösungen, d.h. wirtschaftlichen und für große Stückzahlen einsetzbaren Prozessen. Die Entwicklung eines das Recycling unterstützenden Designs und die Mechanisierung der Prozesse waren deshalb weitere Projektziele. Zur Absicherung der Nachhaltigkeit der Ergebnisse wurden die Prozesse hinsichtlich Ökologie und Wirtschaftlichkeit bewertet. Der Nutzen der Projektergebnisse liegt in folgenden Aspekten: Nutzbarmachung von Sekundärrohstoffen in einer Kreislaufwirtschaft, Erhöhung der Versorgungssicherheit und der Kostensicherung, Verbesserung der Ressourceneffizienz und der Klimaschonung, Abfallvermeidung als Bestandteil nachhaltiger industrieller Produktion. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die wesentlichen Ergebnisse des Projektes, wie sie im gemeinsamen Projekt-Abschlussbericht der Partner ebenfalls dargestellt sind.
Autor(en)
Dr.-Ing. Gabriele Hörnig
Contentpartner
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Publikation
Recycling und Rohstoffe 8 (2015) (Juni 2015)
Verkaufspreis
€ 5,00 oder im Premium-Abonnement enthalten