Optimierung der Sprühabsorption des MHKW Rothensee - Eine Herausforderung?
Die Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH (MHKW) betreibt am Standort Magdeburg Rothensee ein modernes Abfallwirtschafts- und Energiekonzept. Auf dem ehemaligen, revitalisierten Kraftwerksgelände im Norden Magdeburgs, optimal angebunden an Straße, Schiene und Wasser, wurde in den Jahren 2003 bis 2006 das MHKW in zwei Abschnitten gebaut und in Betrieb genommen.
Die beiden
Gesellschafter EEW Energy from Waste GmbH (EEW; 51 Prozent Anteil), Helmstedt,
sowie die Städtischen Werke Magdeburg GmbH (SWM; 49 Prozent Anteil),
investierten in ihrer als Joint Venture geführten Beteiligung gemeinsam etwa 250
Millionen Euro in die Anlage mit einer Gesamtjahreskapazität von etwa 650.000 Tonnen.
Block 1 mit den Verbrennungslinien 1 und 2 ging am 17.07.2005, Block 2 mit den
Verbrennungslinien 3 und 4 am 08.09.2006 in Betrieb. Das Einzugsgebiet für die
angelieferten kommunalen Abfälle erstreckt sich auf einige kommunale Gebietskörperschaften
der näheren Umgebung des MHKW im nördlichen und zentralen Sachsen-Anhalt sowie
im östlichen Bereich Niedersachsens. Gewerbe- und sonstige Abfälle sind
regional und überregional (auch grenzüberschreitend) vertraglich gebunden bzw.
werden akquiriert. Die im MHKW erzeugte Energie wird vollständig an die SWM
geliefert. Dies ist in entsprechenden langlaufenden Liefervertragen geregelt.
An Strom werden etwa 290 GWh (2013) abgegeben. Darüber hinaus wird Fernwärme
ausgekoppelt und in das städtische Netz zur Versorgung der Magdeburger Bevölkerung
eingespeist. Die gelieferte thermische Jahresenergiemenge liegt bei 400 GWh
(2013). Außerdem betreibt MHKW die beiden Heißwassererzeuger Rothensee sowie
Stadtmitte mit einer installierten Leistung von je 100 MW thermisch zur
Absicherung der Fernwärmeversorgung im Auftrag der Städtischen Werke.
Autor(en)
Guido Lücker
Contentpartner
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Publikation
Energie aus Abfall 12 (2015) (Januar 2015)
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