Aktuelle Herausforderungen und Chancen für den Betrieb eines Entsorgungszentrums für Bio-, Grün- und Restabfall

Seit 1997 werden am AEZ Asdonkshof im Kreis Wesel unterschiedliche Anlagen zur Behandlung von Rest-, Bio- und Grünabfall, Vorsortier- und Nachaufbereitungsanlagen sowie eine Deponie betrieben. Der Kreis verfolgte immer ein ökologisch und ökonomisches Gesamtkonzept bei dem Synergien und nicht Konkurrenz der Stoffströme im Vordergrund stehen.

Alle Anlagen sind voll ausgelastet. Für die biologischen Behandlungsanlagen zeichnet sich durch die erhöhten Erfassungsmengen ein Erweiterungsbedürfnis ab, das durch mögliche Kooperationen mit benachbarten öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern noch ausgeprägter wird. Derzeit werden Konzepte für eine integrierte Vergärungs- und Kompostierungsanlage für bis zu 75.000 Mg/a Biogut geprüft. Im Falle der Umsetzung wird deren flexibel ausgelegte Stromeinspeisung einen wichtigen Beitrag zur Integration fluktuierenden erneuerbarer Energien (Wind und PV) in den Strommarkt leisten. Durch die Produktion hochwertiger Komposte wird das Recycling von Nährstoffen und Kohlenstoff erreicht. Mit dieser kaskadierten Abfallnutzung möchte die Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG einen weiteren Beitrag zu einer ökologischen Abfallwirtschaft leisten.
Autor(en)
Hans-Georg Kellermann
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
Biomasse-Forum (2015) (November 2015)
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