Große Verletzungsgefahr: Beim Arbeiten mit Ultrahochdruck sind Sicherheitsvorkehrungen Pflicht

Bohrinseln reinigen, Stahlprofile schneiden, Schiffsrümpfe in Werften entlacken: Die Anwendungsgebiete für Höchstdruck-Technik sind so vielfältig wie die am Markt erhältlichen Lösungen und Systeme. Einzelne Geräte erreichen gar Betriebsdrücke bis zu 4.000 bar. Das birgt Gefahren für die Anwender. Zahlreiche Unfälle belegen, dass das Thema Sicherheit im Handling solcher Hochdruck-Aggregate nicht ernst genug genommen wird.

(06.10.2015) Der unsachgemäße Einsatz von Ultrahochdruck- Technik kann schwerwiegende Folgen haben. Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über die wichtigsten Gefahrenquellen: ● Der Wasserstrahl, der aus der Lanze oder Pistole austritt, hat eine extrem hohe Geschwindigkeit. Wird er auf Menschen gerichtet, kann dies zu lebensgefährlichen Verletzungen führen. Entscheidend ist hier aber nicht nur der Betriebsdruck; da das Wasser nicht steril ist, heilen Wunden nur sehr langsam; im Extremfall müssen Körperteile mit verletztem Gewebe sogar amputiert werden. ● Hochdruckgeräte mit Verbrennungsmotor stoßen giftige Abgase aus und dürfen nur im Freien oder mit entsprechender Abgasableitung betrieben werden. ● Die verwendete Technik muss vom Hersteller oder von anderen autorisierten Personen zusammengestellt sein – nicht kompatible Schläuche, Düsen oder anderes Zubehör stellen eine Gefahrenquelle dar. ● Das Arbeitsumfeld muss möglichst gefahrenfrei gestaltet sein. Stolperfallen oder das versehentliche Betreten des Arbeitsumfelds durch Dritte sind zu vermeiden... Unternehmen, Behörden + Verbände: Alfred Kärcher GmbH & Co. KG; Woma GmbH Autorenhinweis: Maik Thomas, Alfred Kärcher GmbH & Co. KG Foto: Alfred Kärcher GmbH & Co. KG
Autor(en)
Maik Thomas
Contentpartner
© Deutscher Fachverlag (DFV)
Publikation
Entsorga 06 / 2015 (Oktober 2015)
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