Schwachgasverwertung mit FLOX®-Brenner am Beispiel der Deponie Ramsklinge (Esslingen)
Der überwiegende Teil der eingelagerten organischen Müllbestandteile liegt nachdem Ende der Mülleinlagerung in eine Abfalldeponie so vor, wie er eingebaut wurde. Diese organischen Bestandteile können anaerob oder aerob abgebaut werden. Beim anaeroben Abbau entsteht Deponiegas das verwertet werden kann, beim aeroben Abbau entsteht CO 2 und H 2 O. Da der „Bioreaktor“ Deponie sehr groß und inhomogen ist gibt es meist aerobe und anaerobe Bereiche.
Erste wenn ein Großteil dieser Organik abgebaut und in seine anorganischen Bestandteile überführt ist, ist der Deponiekörper mechanisch und chemisch soweit stabil, dass zum einen keine Setzungen mehr stattfinden und zum anderen nur noch vernachlässigbare diffuse Gasemissionen auftreten. Nur wenn dieser Zustand erreicht ist, kann guten Gewissens das Ende der Nachsorge für eine Abfalldeponie ins Auge gefasst werden. Wie schnell und wie vollständig dieser gewünschte Zustand erreicht wird, hängt ganz wesentlich von der Strategie des Deponiebetriebs bzw. der Art der Deponiegaserfassung ab. Dabei werden vier Strategien verglichen, die nicht nur wie im Bild dargestellt unterschiedliche Erfassungsgrade und Methan-Konzentrationen im Deponiegas bewirken, sondern auch ganz wesentlichen Einfluss auf die Dauer der Deponie-Stabilisierung haben. Diese Dauer sinkt in der in der Veröffentlichung dargestellten Reihenfolge, wobei absolute Zeitangaben ob der sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen nicht möglich sind.
Autor(en)
Dr. Roland Berger, Dipl. Ing. (FH), Dipl.-Wirt. Ing. (FH) Joachim Lehner
Contentpartner
© Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft
Publikation
Zeitgemäße Deponietechnik 2015 (Mai 2015)
Verkaufspreis
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