Müllanalysen als Erfolgsmaßstab abfallwirtschaftlichen Handelns am Beispiel der Hansestadt Hamburg

Die SRH beauftragte ein unabhängiges Unternehmen damit, andienungspflichtige Abfälle, die in privaten Haushalten anfallen und über die Regelabfuhr der Stadtreinigung Hamburg entsorgt werden, hinsichtlich Menge und Zusammensetzung zu unersuchen.

Wissenschaftliche Müllanalysen werden eingesetzt, um Erkenntnisse über die Abfallzusammensetzung zu gewinnen, und um dann aus dieser Zusammensetzung die Wirksamkeit unterschiedlicher abfallwirtschaftlicher Maßnahmen zu überprüfen und zu verifizieren. So hat die Stadtreinigung Hamburg (SRH) von 2008 bis 2013 mehrere Hausmüllanalysen in Auftrag gegeben, deren Erkenntnisse jeweils für sich genommen, aber auch und besonders in Kombination miteinander Aufschluss darüber geben, welche Parameter das Trennverhalten der Hamburger Bürger positiv beeinflussen und wie sich das abfallwirtschaftliche Handeln der Bevölkerung im Lauf der Zeit entwickelt. Grundsätzlich sind alle Analysen miteinander vergleichbar, in Einzelfällen wurden aber spezielle Einzelaspekte (wie z. B. die Feuchtegehalte der Einzelfraktionen oder die Nutzung von Kunststoffsäcken) zusätzlich schwerpunktmäßig betrachtet. Aus den Erkenntnissen der Müllanalysen wurden dann eine Bewertung der Erfolge der Recyclingoffensive der Freien und Hansestadt Hamburg gezogen und konkrete neue Angebote für Einzelfraktionen wie z. B. Elektrogeräte oder Alttextilien entwickelt.
Autor(en)
Sven Winterberg
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
27. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (2015) (April 2015)
Verkaufspreis
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