Stand und Perspektiven der hydrothermalen Carbonisierung (HTC) für Bioabfall und Grüngut

Innerhalb weniger Stunden kann mittels der HTC nach dem Vorbild der Natur aus Biomasse sogenannte Biokohle hergestellt werden. Biomasse wird mit Wasser in einem gasdichten Reaktor erhitzt. Bei Temperaturen von etwa 200 °C spaltet sich vornehmlich Wasser von der Biomasse ab. Dadurch erhöht sich der Anteil an Koh-lenstoff und die Energiedichte wird höher.

Mit der HTC kann in wenigen Stunden Kohle produziert werden. Die Vision HTC-Kohle zur Bodenverbesserung anzuwenden und dadurch effektiv große Mengen CO2 aus der Atmosphäre zu entziehen ist jedoch noch weit von der Anwendungsreife entfernt. Die Problematik des Prozesswassers lässt bisher nur in Einzelfällen eine wirtschaftlich rentable Anwendung der HTC zu. Dennoch trägt das Verfahren auf vielen Wegen zu einer Kreislaufwirtschaft und zur Nachhaltigkeit bei, z. B. mit der Verwertung von ansonsten nicht genutzten Rest- und Abfallstoffen, der Zerstörung von Antibiotikarückständen in Gärresten oder der Möglichkeit zur Phosphor-Rückgewinnung. Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen fördern die Wei-terentwicklung der HTC. Weitere Forschung und die Kombination mit anderen Prozessen zeigen ein großes Potenzial zur Steigerung der Effizienz. weitere Autoren:
Jan Ohlert, Heiner Brookman, Achim Loewen, Tammo Rebling, Petra von Frieling
Autor(en)
Dipl.-Phys. Thomas Greve, Prof. Dr. Michael Wark, Dipl.-Landschaftökologe Michael Röhrdanz, Prof. Dr. Rainer Buchwald, apl. Prof. Dr. Axel Brehm
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
Biomasse-Forum (2014) (November 2014)
Verkaufspreis
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