Die Vorbereitung zur Wiederverwendung von Elektro-Altgeräten
Ein Stiefkind des zukünftigen ElektroG?
Insbesondere bei Elektro-und
Elektronikgeräten, deren Herstellung aufwändig und ressourcenintensiv ist,
birgt die Wiederverwendung (§ 3 Abs. 21KrWG) als Maßnahme zur Abfallvermeidung
im Sinne der ersten Stufe der Abfallhierarchie des § 6 KrWG aus Sicht des
Umwelt- und Ressourcenschutzes ein erhebliches Potenzial.Die Wiederverwendung von Produkten kann durch eine Verlängerung der
Nutzungsdauer prinzipiell dazu beitragen, den Verbrauch an insbesondere metallischen
Ressourcen durch eine Verringerung der Nachfrage nach Neuprodukten zu
reduzieren.Bei vielen Gerätearten kann es angebracht
sein, diese trotz höheren Energieverbrauchs während der Nutzungsphase im Vergleich
zu Neugeräten weiter zu nutzen, da der Energieverbrauch für die Produktion von
Neuware die Energieeinsparungen während der Nutzungsphase übersteigt. Die Wiederverwendung
von Elektrogeräten kann daher – entgegen mancher intuitiver Ersteinschätzung – einen
Beitrag zur Verringerung des Energieverbrauchs leisten und darüber hinaus dazu
beitragen, bei der Produktion von Neugeräten entstehende Emissionen zu
vermeiden. Solche positiven Effekte für Umwelt und Klima sind bislang nicht für
sämtliche Elektro- und Elektronikgeräte quantifizierbar, jedoch liegen für
einzelne Produktgruppen erste Untersuchungen vor.
Autor(en)
Prof. Dr. Dr. h.c. (GTU Tiflis) Thomas Schomerus
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
AbfallR 06 / 2014 (November 2014)
Verkaufspreis
€ 32,00