Ökonomische und ökologische Bewertung der Biomethanproduktion aus Abfall- und Reststoffen
Die Einspeisung von aufbereitetem Biogas wird ermöglicht durch die Nutzung der Erdgasinfrastruktur für Transport und Speicher. Auf diese Weise kann die Biogasproduktion vom Ort der Verwertung entkoppelt und es können interessante Verwertungspfade, wie KWK an Wärmesenken, Kraftstoffbereitstellung für CNG-Fahrzeuge oder Erdgassubstitution in Haushaltsanwendungen, erschlossen werden. Im Vergleich zur Biomethanproduktion aus nachwachsenden Rohstoffen steht die Biomethanproduktion aus Rest- und Abfallstoffen unter besonderen Rahmenbedingungen – in technischer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht.
In Deutschland werden in ca. 100 Bioabfallvergärungsanlagen kommunaler Bio- und Grünabfall vergoren und zur Biogasproduktion genutzt. Die energetische Verwertung von Biogas kann in einem BHKW vor Ort erfolgen, wenn eine sinnvolle Wärmenut-zung gegeben ist. Andernfalls kann die Biogasaufbereitung und -einspeisung eine Alternative bieten, um das Biogas effizient und flexibel in verschiedenen Verwer-tungspfaden einzusetzen. Der Weg der Biogasaufbereitung wird derzeit vor allem von landwirtschaftlichen Bio-gasanlagen beschritten. Neben den ca. 110 Biogaseinspeiseanlagen auf Basis nachwachsender Rohstoffe gibt es bei der Vergärung von kommunalen Bioabfällen mit anschließender Aufbereitung und -einspeisung erst wenige Pioniere
Autor(en)
S. Strauch, Daniel Maga
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
26. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (2014) (April 2014)
Verkaufspreis
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