Bajo-Frio – Herausforderung für Andritz Hydro in Panama

Der Neubau zweier baugleicher Wasserkraftwerke an Chiriqui Viejo River in Panama stellt hohe Anforderungen an Transport und Betrieb. Alleine der Transport der Turbinen über 9 000 Kilometer stellt die Projektbeteiligten vor eine große Herausforderung. Nach Fertigstellung der Kraftwerke wird die Jahresstromproduktion aus Wasserkraft in Panama um 6,5 Prozent erhöht.

La Ponta und Salispuedes, so lauten die wohlklingenden Namen der beiden Kraftwerke des Wasserkraft-Projektes Bajo Frio in Panama, für die die Andritz Hydro die Wasserturbinen mit einer Gesamtleistung von ca. 60 MW liefert. Mit der im Norden des mittelamerikanischen Staats gelegenen Anlage soll die Stromversorgung in der Region gesichert und zudem der Anteil an umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft deutlich erhöht werden. Die gesamte Anlage liegt am Unterlauf des Chiriqui Viejo Rivers in der Provinz Chiriqui, etwa eine gute Autostunde von David, der zweitgrößten Stadt Panamas entfernt. Das Projekt wurde im Januar 2012 von der Fountain Intertrade Corp. mit Sitz in Panama City an das Consortium Andritz Hydro – Indar beauftragt, in welchem die Andritz Hydro die Federführung innehat. Die komplette elektromechanische Ausrüstung (Water-To-Wire) wird hierbei von Andritz Hydro geliefert, die Generatoren kommen von der Firma Indar. Die Fertigstellung des Projektes ist in zwei Phasen, jeweils für die Krafthäuser La Potra und Salsipuedes mit einer Gesamtfertigstellung im Mai 2014, geplant. Die durchschnittliche Jahresgesamtleistung von etwa 260 000 MWh reicht aus, um etwa 100 000 Haushalte in Panama ohne Unterbrechung mit Strom aus diesen Turbinen zu versorgen. Das entspricht einer Erhöhung der Jahresstromproduktion aus Wasserkraft in Panama um 6,5 %.
Autor(en)
Dipl.-Ing. (FH) Michael Schilling
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 01-02 / 2014 (Februar 2014)
Verkaufspreis
€ 10,00