Mobilität und Lebensqualität in Ballungsräumen
Seit mehreren Jahren schon gibt es eine intensiv geführte Debatte zur Mobilität im urbanen Bereich. Dabei haben sich jedoch die Belastungen durch den Autoverkehr insbesondere in Ballungsräumen nicht wesentlich verringert.
Die meisten Menschen in Deutschland leben in Ballungsräumen. In diesen dicht besiedelten, stark vom Verkehr geprägten Gebieten belasten Autos die Lebensqualität durch Luftschadstoffe, Lärmemissionen und Unfallrisiken. Gleichzeitig verringert der Autoverkehr das Angebot an ruhigen und grünen Flächen, zerschneidet Lebens- und Aufenthaltsräume und schränkt darüber hinaus die Mobilität von nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern, wie zum Beispiel Kindern, erheblich ein (Bild 1). Autozentrierte Infrastrukturen führen dazu, dass die Erreichbarkeit von Zielen für Menschen ohne Auto erschwert wird. Zudem sind die Belastungen sozialräumlich ungleich verteilt: sozial schwächer gestellte Menschen werden überproportional durch Luftschadstoffe und Lärm belastet.
Autor(en)
Miriam Dross, Dr. Markus Salomon, Dr. Elisabeth Schmid, Christian Simon
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
Wasser und Abfall 07-08 / 2013 (Juli 2013)
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