„Endokrine“ – Versuch einer inhaltlichen Annäherung – Teil II
Die sich im Hinblick auf die „Endokrinen“ ergebende Regulierungsaufgabe ist dem Kontext der Interessen der verschiedenen Beteiligten zu entnehmen.
Dieser ist gekennzeichnet durch das Interesse an der Gewährleistung des freien Verkehrs und der Wettbewerbsfähigkeit von Chemikalien einerseits sowie dem Interesse an einem hohen Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt andererseits – und man wird davon ausgehen dürfen, dass beide Interessen sowohl auf Seiten der Industrie als auch auf Seiten der Allgemeinheit, die in Bezug auf Chemikalien immer auch in der Rolle des Verbrauchers agiert, vorhanden sind. Dabei erwarten alle Beteiligten, dass die einschlägigen Vorschriften sowie die auf ihrer Grundlage getroffenen Entscheidungen allen rechtsstaatlichen Anforderungen entsprechen, mithin auch denen der Rechtssicherheit. Idealerweise sollte eine Regulierung der „Endokrinen“ daher Mensch und Umwelt vor den noch näher zu identifizierenden Gefahren (dazu sogleich) in einem hohen Maße schützen, dabei den freien Verkehr mit diesen Stoffen nicht über das hierfür notwendige Maß hinaus einschränken und bei alledem transparent und nachvollziehbar sein.
Autor(en)
Dipl.-Informationswirtin Chemie Stefanie Merenyi
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
StoffR 04 / 2013 (September 2013)
Verkaufspreis
€ 25,00