Plasmaregeneration mineralischer Adsorbentien zur Formaldehydabscheidung aus Abgasen von Biogas-Motoren
Formaldehyd ist ein giftiger Luftschadstoff, der insbesondere durch unvollständige Verbrennung von organischen Substanzen entstehen kann, z.B. in Kraftwerken oder Verbrennungsmotoren. Gasadsorber finden eine breite Anwendung im Bereich der Abgasreinigung sowie Aufkonzentration von Gaskomponenten.
Der Beitrag befasst sich mit der Reduktion der Formaldehyd-Konzentrationen im Abgas von mit Biogas betriebenen Gas-Ottomotoren unterhalb eines Grenzwertes von 40 mg/m³. Das benutzte Verfahren stellt eine Kombination aus Adsorption und Plasmabehandlung dar. Insbesondere Halloysit-basierte Mineraladsorbergranulate konnten als leistungsfähige, regenerierbare Adsorber eingesetzt werden. Beim Schritt der plasmagestützten Regeneration des Granulates wurden die adsorbierten Formaldehyd-Moleküle zu CO, CO2 und HC zerlegt. Zur Optimierung wurde der Einfluss verschiedener Parameter wie Leistung und Pulspausenverhältnis der Versorgungsspannung, die Raumgeschwindigkeit der Gasströmung, der Temperatur und die Zugabe von 10 % Sauerstoff zum Trägergas untersucht. Es zeigte sich, dass mit dem gewählten Plasmaverfahren das Adsorbermaterial mehrmals beladen und nachfolgend regeneriert werden konnte.
Autor(en)
Dr. Siegfried Müller, Dr. Katja Saulich, Dr. Joachim Schomburg
Contentpartner
© Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock
Publikation
7. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2013)
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