Moderne Vergärungsanlagen aus Sicht des Betriebs: Pfropfenstromanlagen
Zur Verarbeitung und Behandlung von Bioabfällen, Speiserückständen und Grünschnitt werden Kompostierungs- und Vergärungsverfahren eingesetzt. Bei der Kompostierung sind hauptsächlich aerobe Mikroorganismen (Aktinomyceten; Schimmelpil-ze) am Abbau der organischen Substanz beteiligt. Während des Abbauprozesses wird Energie in Form von Wärme freigesetzt, die jedoch in der Regel nicht nutzbar ist.
Die Vergärungsverfahren bieten die Möglichkeit, die stoffliche und energetische Verwertung miteinander zu verbinden. Deshalb werden in der modernen Abfallverwertung nur noch selten reine Kompostierungsverfahren angewandt. Bei der Vergärung sind mehrere anaerobe Mikroorganismenstämme im Einsatz. Anaerobe Bakterien können nur existieren, wenn kein Sauerstoff vorhanden ist. Sie gehören zu den urtümlichsten Lebewesen auf der Erde. Während des Umwandlungsprozesses der organischen Masse erzeugen sie ein hochwertiges Stoffwechselprodukt, das Biogas. Die Vergärung findet im feuchten Milieu statt. Die Mikroorganismen benötigen mindestens ca. 50 % Wasser im Ausgangssubstrat.
Textbeitrag sowie die Folien der Präsentation.
Autor(en)
Michael Buchheit
Contentpartner
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen
Publikation
Bioenergie - Handlungsoptionen im Umgang mit Grüngut und Bioabfall (2013) (Juni 2013)
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