Braucht die MBA eine Deponie?
Bei der bisherigen Abfallentsorgung mittels einer MBA (mechanisch-biologische Abfallbehandlung) wird immer noch ein interessanter Wertstoffanteil mit dem Deponat auf der der Deponie abgelagert. Je nach Qualität der Vorbehandlung sind dies alleine vom Energieinhalt des Eingangsmaterials ca. 10–20 %. Um auch diesen Anteil zu verwerten, sind aktuell einige MBA-Betreiber dabei, ihre Verfahren entsprechend umzustellen. Erste Ergebnisse zeigen, dass dies auch noch zu Kosteneinsparungen führen kann.
Hierzu muss man auf die historische Entwicklung der MBA-Technologie zurückblicken. Als Mitte der 80er Jahre klar wurde, dass die bisherige Technik des alles auf einen Haufen Schmeißens dann doch zu erheblichen Methan-Emissionen führte, stellte sich die Frage, wie man diese verringern könnte. Hierzu wurden dann Wege und Verfahren entwickelt, die einer Art Kompostierung der Abfälle vor deren Deponierung bedeuteten. Bekannt wurden z. B. die Verfahrensweisen von Herrn Professor Spillmann und Herrn Professor Collins sowie das Bio-Puster-Verfahren. Bis Anfang der 90er Jahre fanden diese Verfahren immer weitere Verbreitung.
Autor(en)
Dipl.-Ing. Burkart Schulte
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
24. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (2012) (April 2012)
Verkaufspreis
€ 5,00 oder im Premium-Abonnement enthalten