Weiterentwicklung der kommunalen Abfall- und Wertstoffwirtschaft nach dem KrWG
Öffentlich-rechtliche Entsorger (örE) wie der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) waren und sind schon immer die tragende Säule für die Vorreiterrolle Deutschlands in Europa hinsichtlich einer fortschrittlichen Abfallwirtschaft und einer bespielhaften Recyclingquote. Die Herausforderungen an die kommunale Abfallwirtschaft ist einer zunehmenden Dynamik unterworfen u. a. durch technischen Fortschritt, demografische Entwicklung und gesetzliche Änderungen wie das KrWG. aha stellt seine Position zum KrWG dar und führt Pilotprojekte auf, mit denen aha seine Position im Markt und Wettbewerb auch nach dem KrWG behaupten und festigen kann.
Deutschland ist mit einer Recyclingquote von 64 % des gemischten Siedlungsabfalls unter den 27 Mitgliedsstaaten Europas Klassenbester. Dies ist direkt bedingt u. a. durch aha als örE, der – wie viele andere kommunale Betriebe – seinen Anteil an dieser hohen Leistungserbringung trägt. aha gewährleistet nicht nur eine nachhaltige Abfallwirtschaft auf höchstem Niveau, sondern ermöglicht Arbeitsbedingungen, die der Belegschaft auskömmliche und gesundheitserhaltende Lebensbedingungen gewährleisten. Weiterhin ist sich aha seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und bildet jedes Jahr ca. 13 Lehrlinge aus von denen vorerst für ein Jahr alle übernommen werden. Wie andere Kommunen hat auch aha Verträge mit der privaten Entsorgungswirtschaft zur Aufbereitung von Stoffströmen (u. a. Papier, thermische Verwertung etc.). Im kommunalen Auftrag trägt die private Entsorgungswirtschaft zu der beispielhaften Rückgewinnungsquote (s. o.) bei. Diese Aufgabenteilung hat sich in der BRD und für aha seit Jahrzehnten bewährt. Ohne kommunale Kontrolle und Weichenstellung unterliegt die Nachhaltigkeit dem Primat des Gewinnstrebens sobald ökologische Lösungen nicht die günstigsten sind. aha ist sich dieser Verantwortung als örE bewusst und verfolgt auch über gesetzmäßig geforderte Maßnahmen (Deponieabdeckung, MBA) weitere innovative Ansätze. So wird im Jahr 2013 ein Passivhaus als Verwaltungsgebäude für die Zentrale in Betrieb genommen (500 Mg CO2-Einsparung/a).
Autor(en)
Kornelia Hütter
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
24. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (2012) (April 2012)
Verkaufspreis
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