Thermoelektrischer Wandler für biogene Wärme

Ein Bioenergieforum bietet die Möglichkeit, die im Sinne der Bionik von der Natur erlernten wissenschaftlichen und praktischen Kenntnisse in Biotechnologie, Thermodynamik und Elektrotechnik in einem Netzwerk zusammenzuführen. Anlass für die Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Vorrichtung zur Thermostromgewinnung, war die Zielstellung, den thermoelektrischen Wirkungsgrad bei der Nutzung von Peltierelementen so zu verbessern, dass eine wirtschaftliche Alternative zur photovoltaischen Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Strom entstehen kann.

Niederkalorische Energiequellen technisch nutzbar zu machen, ist eine ingenieurtechnische Herausforderung im Hinblick auf die Erschließung regenerativer Energiequellen. Zur Erzeugung wirtschaftlicher Leistungen aus kinetischen Energieformen sind entsprechende Potenzialdifferenzen erforderlich. Diese sind durch Energiewandlung zu erreichen, die sowohl in negativer, als auch in positiver Richtung verlaufen können. Hierbei können wir von der Natur lernen. Eine klassische technische Anwendung der Energiewandlung ist im Prinzip der Wärmepumpe zu sehen. Hierbei wird mit Hilfe elektrischer Energie, niederkalorische Wärme auf ein höheres Temperaturniveau „gepumpt“, so dass aufgrund der dabei entstehenden Potenzialdifferenz gegenüber atmosphärischen Bedingungen eine thermische Arbeit zur Wohnraumheizung verrichtet werden kann. Die nachfolgend vorgestellte Entwicklung zeigt den Weg – durch Wandlung von Wärme in Strom und umgekehrt – mittels thermoelektrischen Wandlern (Thermoelementen und Widerständen) aus großen Mengen niederkalorischer biogener Wärme höherkalorische elektrische Energie zu erzeugen.
Autor(en)
Dipl.-Ing. Karl-Ernst E. Schnorr
Contentpartner
© Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock
Publikation
4. Rostocker Bioenergieforum (Oktober 2010)
Verkaufspreis
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