Regionale Lärmaktionsplanung für den Straßenverkehr in Südhessen
Der Verkehrslärm ist neben der Luftbelastung ein zentrales Umweltproblem in städtischen Ballungsräumen. Die betroffene Bevölkerung kann durch Verkehrslärm erheblich belästigt und beispielsweise durch Herz-Kreislauferkrankungen in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werden. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Union im Jahr 2002 die EU-Umgebungslärmrichtlinie veröffentlicht.
Südhessen ist mit der Bankenmetropole Frankfurt am Main und zahlreichen international tätigen Unternehmen eine der wirtschaftlich stärksten Regionen in Europa; 3,7 Mio. Menschen leben und arbeiten hier. Die Region Südhessen ist dabei auf eine gute lokale, regionale und überregionale Verkehrsinfrastruktur angewiesen. Sie ist zum einen Quelle und Ziel erheblicher Personen- und Güterverkehrsströme, zum andern dient sie auf Grund ihrer zentralen Lage in Deutschland und Europa aber auch als Verkehrsdrehscheibe für nationalen wie internationalen (Transit)-Verkehr.
Das Rhein-Main-Gebiet als Zentrum der Region stellt für alle Verkehrsträger gleichermaßen einen wichtigen Knotenpunkt dar. Zwei der wichtigsten Autobahnen Deutschlands, die A 5 und die A 3, treffen hier aufeinander, gleichzeitig verbindet es zahlreiche Eisenbahnstrecken des Nahund Fernverkehrs. Hinzu kommt der Flughafen Frankfurt, der mit derzeit 460.000 Flugbewegungen pro Jahr (Starts und Landungen) der drittgrößte Passagier- und zweitgrößte Frachtflughafen in Europa ist. Die zahlreichen Verkehrswege verursachen in den betroffenen Wohngebieten häufig erhebliche Lärmbelastungen.
Autor(en)
Christian Reuter
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
Wasser und Abfall 07-08 / 2011 (August 2011)
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